Korallenriffe – Die farbenfrohen Wächter der Ozeane

Die Korallenriffe der Erde zählen zu den komplexesten und artenreichsten Ökosystemen des Planeten.
Sie entstehen aus den Kalkskeletten winziger Korallenpolypen, die in Symbiose mit einzelligen Algen leben.
Diese Algen liefern durch Photosynthese den Großteil der Energie, die das Riff wachsen lässt.
Korallenriffe benötigen warmes, klares und lichtreiches Wasser und kommen daher überwiegend in tropischen Meeren vor.
Obwohl sie weniger als ein Tausendstel der Ozeanfläche bedecken, beherbergen sie etwa ein Viertel aller marinen Arten. Fische, Weichtiere, Krebse, Schwämme und unzählige Mikroorganismen bilden dort hochspezialisierte Lebensgemeinschaften. Für den Menschen sind Korallenriffe seit Jahrtausenden eine wichtige Nahrungsquelle.
Millionen Menschen in Küstenregionen sind direkt von den Fischbeständen der Riffe abhängig.
Zusätzlich wirken Riffe als natürliche Wellenbrecher und schützen Küsten vor Erosion und Sturmfluten.
Auch wirtschaftlich sind sie von großer Bedeutung, insbesondere durch Tourismus und Tauchsport.
Das bekannteste Riffsystem ist das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens.
Es erstreckt sich über mehr als zweitausend Kilometer und besteht aus tausenden Einzelriffen.
Ein weiteres globales Zentrum der Riffvielfalt ist das Korallendreieck in Südostasien.
Diese Region weist die höchste bekannte Artenvielfalt an Korallen und Rifffischen auf.
Auch im Roten Meer existieren außergewöhnlich widerstandsfähige Riffsysteme.
In der Karibik dagegen sind viele Riffe bereits stark degradiert.
Korallenriffe wachsen sehr langsam und benötigen oft Jahrhunderte oder Jahrtausende zur Entwicklung.
Gerade diese Langsamkeit macht sie extrem anfällig für Umweltveränderungen.
Eine der größten Gefahren ist die globale Erwärmung der Meere. Steigende Wassertemperaturen führen zur sogenannten Korallenbleiche. Dabei stoßen die Korallen ihre symbiotischen Algen ab und verlieren ihre Farbe. Hält der Hitzestress an, sterben die Korallen schließlich ab. Zusätzlich belastet die zunehmende Versauerung der Ozeane den Kalkaufbau der Riffe. Auch Schadstoffe aus Landwirtschaft, Industrie und Abwässern schädigen die empfindlichen Lebensgemeinschaften. Überfischung verändert das ökologische Gleichgewicht innerhalb der Riffe erheblich. Fehlen pflanzenfressende Fische, können Algen die Korallen überwuchern. Dynamit- und Giftfischerei haben in einigen Regionen ganze Rifflandschaften zerstört. Der unkontrollierte Ausbau von Küsten verschärft die Situation weiter.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits mehr als die Hälfte aller Korallenriffe geschädigt ist.
Ohne wirksamen Klimaschutz könnten bis zum Ende dieses Jahrhunderts die meisten Riffe verschwinden.
Der Verlust der Korallenriffe hätte gravierende Folgen für die marine Biodiversität. Auch die Ernährungssicherheit vieler Küstenbevölkerungen wäre bedroht. Zudem gingen wichtige natürliche Küstenschutzsysteme verloren.
In der medizinischen Forschung spielen Korallenriffe ebenfalls eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Wirkstoffe aus Rifforganismen werden auf ihr therapeutisches Potenzial untersucht. Weltweit existieren Programme zum Schutz und zur Wiederherstellung von Riffen. Dazu zählen Meeresschutzgebiete, nachhaltige Fischerei und Korallenaufzucht. Dennoch können lokale Maßnahmen den Klimawandel allein nicht aufhalten. Die Zukunft der Korallenriffe hängt entscheidend von der Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen ab. Ihr Erhalt ist eine der zentralen Herausforderungen des globalen Naturschutzes im 21. Jahrhundert.
Wie entstehen die Korallenriffe?
Korallenriffe entstehen durch das langsame Wachstum winziger Meerestiere, der sogenannten Korallenpolypen. Diese Polypen leben in Kolonien und scheiden Kalk aus, aus dem sich feste Strukturen bilden. In ihrem Gewebe leben symbiotische Algen, die Zooxanthellen genannt werden.
Durch Photosynthese liefern diese Algen den Korallen einen Großteil ihrer Energie.
Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, benötigen Korallen warmes, klares und lichtreiches Meerwasser. Die optimale Wassertemperatur liegt meist zwischen 20 und 30 Grad Celsius.
Korallen siedeln sich bevorzugt in flachen Meeresbereichen an, wo Sonnenlicht den Meeresboden erreicht. Stirbt eine Korallengeneration ab, bleiben ihre Kalkskelette erhalten. Neue Korallen wachsen auf diesen Resten weiter und erhöhen die Struktur Schicht für Schicht. Auf diese Weise entstehen über Jahrhunderte und Jahrtausende mächtige Riffkörper. Strömungen bringen Nährstoffe und Sauerstoff, die für das Wachstum wichtig sind. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass Sedimente nicht die Korallen ersticken.
Im Laufe der Zeit entstehen komplexe Lebensräume mit Höhlen, Spalten und Plateaus. Diese Strukturen bieten unzähligen Meeresorganismen Schutz und Nahrung. So entwickeln sich Korallenriffe zu hochproduktiven und artenreichen Ökosystemen der Tropenmeere.
Die Korallenriffe der Erde gehören zu den artenreichsten und zugleich empfindlichsten Ökosystemen unseres Planeten. Obwohl sie weniger als 0,1 % der Meeresfläche bedecken, bieten sie Lebensraum für rund 25 % aller bekannten Meeresarten.
Verbreitung der Korallenriffe
Korallenriffe entstehen fast ausschließlich in warmen, klaren und lichtreichen Tropenmeeren, meist zwischen dem 30. nördlichen und 30. südlichen Breitengrad.
Wichtige Riffregionen weltweit
- Great Barrier Reef
Das größte Korallenriff der Erde erstreckt sich über mehr als 2.300 km vor der Küste Australiens und ist sogar aus dem Weltraum sichtbar. - Korallendreieck
Diese Region in Südostasien (u. a. Indonesien, Philippinen, Papua-Neuguinea) gilt als globales Zentrum der marinen Biodiversität. - Rotes Meer
Die Riffe hier sind besonders widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und gelten als genetisch sehr wertvoll. - Karibisches Meer
Bekannt für Saum- und Barrierriffe, die jedoch stark unter Umweltbelastungen leiden.
Bedeutung der Korallenriffe
Korallenriffe sind weit mehr als nur farbenprächtige Unterwasserlandschaften:
- Sie schützen Küsten vor Erosion und Sturmfluten
- Sie sichern die Nahrungsgrundlage von hunderten Millionen Menschen
- Sie sind wirtschaftlich wichtig für Fischerei und Tourismus
- Sie liefern medizinisch relevante Wirkstoffe, etwa für Krebs- oder Schmerzmedikamente
Bedrohungen
Korallenriffe stehen weltweit unter massivem Druck:
- Korallenbleiche durch steigende Meerestemperaturen
- Ozeanversauerung infolge steigender CO₂-Konzentrationen
- Verschmutzung durch Plastik, Abwässer und Dünger
- Überfischung und zerstörerische Fangmethoden
- Küstenausbau und Tourismus
Aktuelle Situation
Schätzungen zufolge sind bereits über 50 % der weltweiten Korallenriffe stark geschädigt. Ohne konsequenten Klimaschutz könnten bis Ende des 21. Jahrhunderts die meisten Riffe verschwinden.
Die größten Korallenriffe der Erde
Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde und zugleich das größte von Lebewesen geschaffene Bauwerk.
Es liegt vor der Nordostküste Australiens im Korallenmeer.
Seine Ausdehnung beträgt über 2.300 Kilometer.
Das Riff besteht aus rund 2.900 Einzelriffen und mehr als 900 Inseln.
Es beherbergt mehrere tausend Fischarten.
Zudem leben dort Hunderte Korallenarten sowie Seevögel, Schildkröten und Dugongs.
Das Riff ist so groß, dass es aus dem Weltraum sichtbar ist.
Seit 1981 gehört es zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Für Australien ist es ökologisch und wirtschaftlich von enormer Bedeutung.
Der Tourismus bringt jährlich Milliardenbeträge ein.
Gleichzeitig ist das Riff stark durch den Klimawandel bedroht.
Mehrere massive Korallenbleichen wurden seit 1998 dokumentiert.
Auch landwirtschaftliche Einträge belasten das empfindliche Ökosystem.
Schutzprogramme versuchen, weitere Schäden zu begrenzen.
Das Great Barrier Reef gilt als Symbol für den globalen Zustand der Korallenriffe.
Korallendreieck
Das Korallendreieck ist die artenreichste Korallenregion der Erde.
Es erstreckt sich über Teile von Indonesien, den Philippinen, Malaysia, Papua-Neuguinea, den Salomonen und Timor-Leste.
In dieser Region kommen über 75 Prozent aller bekannten Korallenarten vor.
Auch die Vielfalt an Rifffischen ist weltweit einzigartig.
Millionen Menschen leben direkt von den Ressourcen dieser Riffe.
Die Riffe dienen als Nahrungsquelle und Einkommensgrundlage.
Gleichzeitig schützen sie Küsten vor Erosion und Stürmen.
Das Korallendreieck ist kein einzelnes Riff, sondern ein riesiges Netzwerk.
Es umfasst tausende Saum-, Barriere- und Atollriffe.
Die warmen tropischen Gewässer bieten ideale Wachstumsbedingungen.
Viele der Riffe sind jedoch nur unzureichend geschützt.
Überfischung stellt ein großes Problem dar.
Auch Dynamit- und Giftfischerei kommen lokal noch vor.
Der Klimawandel bedroht langfristig selbst diese widerstandsfähigen Systeme.
Der Schutz des Korallendreiecks gilt als Schlüssel für den Erhalt globaler Meeresbiodiversität.
Mesoamerikanisches Barrierriff
Das mesoamerikanische Barrierriff ist das zweitgrößte Korallenriffsystem der Erde.
Es erstreckt sich entlang der Küsten von Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras.
Seine Gesamtlänge beträgt etwa 1.000 Kilometer.
Besonders bekannt ist der Abschnitt vor Belize.
Dort befindet sich das berühmte Great Blue Hole.
Das Riff beherbergt zahlreiche Fisch-, Korallen- und Schwammarten.
Auch Seekühe, Haie und Meeresschildkröten sind dort heimisch.
Für die Region ist das Riff ein zentraler Wirtschaftsfaktor.
Fischerei und Tourismus sind eng mit seinem Zustand verbunden.
Gleichzeitig gehört es zu den am stärksten gefährdeten Riffsystemen.
Abwässer und Nährstoffeinträge belasten das Wasser.
Korallenkrankheiten treten hier besonders häufig auf.
Mehrere Schutzgebiete wurden eingerichtet, um das Riff zu erhalten.
Internationale Programme unterstützen nachhaltige Nutzung.
Das mesoamerikanische Barrierriff zeigt beispielhaft die Verletzlichkeit karibischer Korallenriffe.
Rotes Meer Korallenriff
Die Korallenriffe des Roten Meeres erstrecken sich entlang der Küsten von Ägypten, Sudan, Eritrea und Saudi-Arabien.
Sie gehören zu den ältesten und zugleich widerstandsfähigsten Riffen der Welt.
Die Wasserbedingungen sind extrem: hohe Temperaturen und hohe Salinität belasten die Korallen stark.
Dennoch haben die Riffe über Millionen Jahre überlebt.
Über 200 Korallenarten wurden hier dokumentiert.
Auch die Artenvielfalt der Rifffische ist sehr hoch.
Das Riffsystem bietet Lebensraum für Meeresschildkröten, Haie und Seepferdchen.
Für den Tourismus in Ägypten ist besonders der Golf von Aqaba von Bedeutung.
Taucher aus aller Welt kommen, um die farbenprächtigen Korallen zu erleben.
Die Riffe schützen Küstenabschnitte vor Erosion und starken Wellen.
Allerdings sind sie durch Klimawandel und Küstenentwicklung bedroht.
Korallenbleiche tritt auch hier zunehmend auf, wenn die Temperaturen steigen.
Fischerei ist in einigen Gebieten noch unkontrolliert.
Meeresschutzgebiete sollen die empfindlichen Systeme stabilisieren.
Das Rote Meer gilt als genetisch wertvoll, da die Korallen hier besonders hitzeresistent sind.
Neukaledonien Lagunenriff
Das Riffsystem um Neukaledonien im Südpazifik ist das drittgrößte zusammenhängende Korallenriff der Erde.
Es umschließt die Hauptinsel und zahlreiche kleinere Inseln.
Die Lagunen sind teilweise über 1.600 Kilometer lang.
Die Wasserfarben reichen von tiefblau bis türkisgrün und bieten eine atemberaubende Sicht.
Über 1.000 Korallenarten wurden hier dokumentiert.
Auch die Fischvielfalt ist beeindruckend, von Rifffischen bis zu pelagischen Arten.
Die Riffe schützen die Küsteninseln vor tropischen Stürmen.
Für die lokale Bevölkerung sind sie Nahrungsquelle und Lebensraum.
Neukaledonien hat deshalb umfangreiche Meeresschutzgebiete eingerichtet.
Trotzdem bedrohen Sedimente aus Abholzung und Landwirtschaft die Riffe.
Korallenbleiche wird durch globale Erwärmung zunehmend sichtbar.
Die Riffe sind wissenschaftlich bedeutsam für Studien zu Biodiversität und Klimawandel.
Tourismus trägt wirtschaftlich zur Region bei, muss aber nachhaltig gestaltet werden.
Die Riffe um Neukaledonien gelten als besonders gut erhalten und vielfältig.
Sie zeigen, wie intakte Riffsysteme sowohl ökologisch als auch ökonomisch wichtig sind.
Malediven Atollriffe
Die Atollriffe der Malediven bestehen aus über 1.000 kleinen Inseln, die ringförmig Korallenriffe umschließen.
Sie liegen im Indischen Ozean südwestlich von Indien und Sri Lanka.
Die Riffe sind bekannt für ihre außergewöhnliche Schönheit und Artenvielfalt.
Hunderte Korallenarten bilden die Grundlage für komplexe Ökosysteme.
Die Malediven sind Heimat zahlreicher Rifffische, Rochen, Haie und Meeresschildkröten.
Die Atolle wirken wie natürliche Barrieren gegen starke Meeresströmungen.
Für den Tourismus sind die Riffe der zentrale Anziehungspunkt.
Schnorchel- und Tauchtourismus generieren die Haupteinnahmen der Inselstaaten.
Dennoch sind die Riffe stark durch Klimawandel gefährdet.
Korallenbleiche hat in den letzten Jahrzehnten mehrfach große Teile zerstört.
Auch der steigende Meeresspiegel bedroht flache Atolle.
Die lokale Bevölkerung ist auf die Fischerei in den Riffen angewiesen.
Die Regierung setzt auf Meeresschutzgebiete und nachhaltige Nutzung.
Die Malediven zeigen die besondere Verletzlichkeit tropischer Atollriffe.
Ihre Erhaltung gilt als global bedeutsam für Biodiversität und Tourismus.
Riffe Indonesiens
Die Korallenriffe Indonesiens sind Teil des sogenannten Korallendreiecks, dem artenreichsten marinen Gebiet der Welt.
Sie erstrecken sich über tausende Kilometer entlang von Sumatra, Java, Sulawesi, Borneo, den Molukken und Papua.
Die Riffe bestehen aus einer Vielzahl von Saum-, Barriere- und Atollriffen.
Indonesien beheimatet über 600 verschiedene Korallenarten.
Mehr als 2.000 Fischarten leben in den Riffen, darunter viele endemische Arten.
Die Riffe liefern Nahrung für Millionen Menschen in Küstenregionen.
Gleichzeitig schützen sie die Küsten vor Erosion und tropischen Stürmen.
Für die Fischerei sind sie essenziell, sowohl für kommerzielle als auch für Subsistenzfischerei.
Tauchtourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, zieht jährlich Hunderttausende Besucher an.
Dennoch sind die Riffe stark bedroht durch Überfischung, dynamitbasierte Fischerei und illegale Methoden.
Klimawandel und steigende Meerestemperaturen führen zu wiederholter Korallenbleiche.
Meeresschutzgebiete sollen die wichtigsten Riffe bewahren.
Lokale Gemeinschaften werden in nachhaltige Bewirtschaftung einbezogen.
Indonesiens Riffe gelten als genetisch besonders wertvoll für die globale Biodiversität.
Sie zeigen exemplarisch die Bedeutung intakter Korallenriffe für Ökologie und Mensch.
Riffe der Philippinen
Die Korallenriffe der Philippinen zählen zu den größten und artenreichsten in Südostasien.
Sie erstrecken sich über mehr als 7.000 Inseln und zahlreiche Küstenregionen.
Die Riffe bestehen aus Barriere-, Saum- und Atollriffen.
Mehr als 500 Korallenarten sind hier dokumentiert.
Die Artenvielfalt an Rifffischen übertrifft viele andere Regionen des Pazifiks.
Korallenriffe dienen den lokalen Gemeinschaften als wichtigste Nahrungsquelle.
Fischerei und Meeresressourcen sichern Einkommen für Millionen Menschen.
Auch für den Tourismus sind die Riffe essenziell, besonders für Taucher und Schnorchler.
Die Riffe schützen flache Küstengebiete vor starken Wellen und Stürmen.
Allerdings leiden viele Riffe unter Überfischung, Verschmutzung und dynamitbasierter Fischerei.
Korallenbleiche durch Erwärmung des Meerwassers ist zunehmend sichtbar.
Nationalparks und Meeresschutzgebiete wurden eingerichtet, um Schäden zu begrenzen.
Wissenschaftliche Programme untersuchen die Anpassungsfähigkeit der Korallen an Stressfaktoren.
Die philippinischen Riffe gelten als Hotspot für marine Biodiversität.
Sie sind von globaler Bedeutung für Ökologie, Wissenschaft und nachhaltige Nutzung.
Barrierriff von Belize
Das Barrierriff von Belize ist das größte Korallenriffsystem im Atlantik und Karibikraum.
Es erstreckt sich über rund 300 Kilometer entlang der Küste von Belize.
Das Riff besteht aus mehr als 400 Einzelriffen, Atollen und Lagunen.
Das berühmte Great Blue Hole liegt zentral innerhalb des Riffs.
Mehr als 70 Korallenarten und hunderte Rifffischarten wurden dokumentiert.
Meeresschildkröten, Haie und Mantarochen nutzen das Riff als Lebensraum.
Für Belize ist das Riff ökologisch und wirtschaftlich von höchster Bedeutung.
Fischerei und Tourismus sind eng an den Zustand des Riffs gekoppelt.
Schutzprogramme und Nationalparks regulieren die Nutzung und erhalten die Biodiversität.
Dennoch bedrohen Klimawandel, Korallenbleiche und Verschmutzung das System.
Überfischung lokaler Fischarten verändert das ökologische Gleichgewicht.
Mangroven und Seegraswiesen in der Umgebung tragen zusätzlich zur Stabilität bei.
Das Riff gilt als Paradebeispiel für die Bedeutung von Meeresschutz im tropischen Atlantik.
Forscher nutzen es, um Auswirkungen von Klima- und Umwelteinflüssen auf Korallen zu studieren.
Das Barrierriff von Belize zeigt, wie wertvoll intakte Riffsysteme für Mensch und Natur sind.
Papua-Neuguinea Korallenriffe
Die Korallenriffe vor Papua-Neuguinea gehören zum Zentrum des Korallendreiecks und zählen zu den artenreichsten der Erde.
Sie erstrecken sich entlang der Nord- und Südküste der Inseln und um die vorgelagerten Inselgruppen.
Rund 600 Korallenarten und über 2.000 Fischarten wurden hier dokumentiert.
Die Riffe bestehen aus Saumriffen, Barriere- und Atollstrukturen.
Sie sind ein Lebensraum für Haie, Rochen, Meeresschildkröten und zahlreiche wirbellose Tiere.
Für die lokalen Küstengemeinden sind sie Hauptquelle für Nahrung und Einkommen.
Die Riffe schützen flache Küsten vor Stürmen und Erosion.
Tauchtourismus ist noch in Entwicklung, trägt jedoch zur regionalen Wirtschaft bei.
Überfischung, Holzeinschlag und dynamitbasierte Fangmethoden stellen lokale Bedrohungen dar.
Korallenbleiche tritt zunehmend auf, wenn die Meerestemperaturen steigen.
Papua-Neuguinea engagiert sich in mehreren Meeresschutzprogrammen.
Einheimische Gemeinden werden aktiv in nachhaltige Bewirtschaftung einbezogen.
Die Riffe gelten als genetisch wertvoll und bieten Potenzial für medizinische Forschung.
Forschungseinrichtungen dokumentieren Biodiversität und Klimafolgen.
Papua-Neuguinea zeigt exemplarisch die Kombination aus hoher Biodiversität und menschlicher Abhängigkeit von Korallenriffen.
Neukaledonien Lagunenriff
Das Lagunenriff von Neukaledonien im Südpazifik gilt als das größte geschlossene Riffsystem der Erde.
Es umschließt die Hauptinsel Neukaledoniens und zahlreiche kleinere Inseln.
Die Lagune ist über 1.600 Kilometer lang und von türkisfarbenem Wasser geprägt.
Über 1.000 Korallenarten sind hier beheimatet, darunter viele endemische Arten.
Das Riff bietet Lebensraum für zahlreiche Rifffische, Haie, Rochen und Meeresschildkröten.
Die Lagune schützt die Küsteninseln vor tropischen Stürmen und Erosion.
Für die lokale Bevölkerung ist sie Nahrungsquelle und wirtschaftliche Grundlage.
Die Regierung hat umfangreiche Meeresschutzgebiete eingerichtet.
Trotzdem bedrohen Sedimente und Nährstoffeinträge aus Landwirtschaft und Industrie das Riff.
Korallenbleiche durch steigende Meerestemperaturen ist eine zunehmende Gefahr.
Tourismus wird nachhaltig gefördert, um das Ökosystem zu schonen.
Wissenschaftler untersuchen die Anpassungsfähigkeit der Korallen an Stressfaktoren.
Die Riffe gelten als besonders gut erhalten und vielfältig.
Sie stellen einen wichtigen genetischen Pool für den globalen Korallenschutz dar.
Neukaledonien zeigt, wie intakte Riffsysteme Ökologie, Wissenschaft und Ökonomie verbinden.
Südsee-Atollriffe
Die Atollriffe der Südsee verteilen sich über Mikronesien, Polynesien und Französisch-Polynesien.
Sie bestehen aus ringförmigen Korallenriffen, die Lagunen umschließen.
Die Riffe bieten Lebensraum für über 500 Korallenarten und hunderte Fischarten.
Seepferdchen, Rochen, Haie und Schildkröten nutzen die Atolle als Lebensraum.
Die Atolle schützen kleine Inseln vor Erosion und Stürmen.
Sie sind für die Inselbevölkerung Nahrungsquelle und wirtschaftliche Grundlage.
Tauchtourismus zieht Besucher aus aller Welt an, insbesondere zu French Polynesia und Kiribati.
Klimawandel und steigender Meeresspiegel bedrohen diese flachen Riffsysteme stark.
Korallenbleiche tritt regelmäßig nach Hitzewellen auf.
Überfischung und invasive Arten beeinträchtigen die ökologische Stabilität.
Die Riffe gelten als genetisch wertvoll, da viele Arten endemisch sind.
Meeresschutzgebiete sollen die empfindlichen Ökosysteme bewahren.
Forschungsprojekte untersuchen die Widerstandsfähigkeit der Korallen gegenüber Umweltstress.
Die Atollriffe zeigen exemplarisch die Verletzlichkeit tropischer Riffsysteme.
Ihr Erhalt ist für Biodiversität, Küstenschutz und lokale Lebensgrundlagen von globaler Bedeutung.
Übersichtliche Tabelle der Top 10 Korallenriffe der Erde mit ihren wichtigsten Daten und Besonderheiten
| Rang | Korallenriff | Standort | Länge / Ausdehnung | Anzahl Korallenarten | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Great Barrier Reef | Nordostküste Australien | 2.300 km | ca. 400 | Größtes Korallenriff der Erde, über 2.900 Einzelriffe und 900 Inseln, UNESCO-Weltnaturerbe, aus dem Weltall sichtbar |
| 2 | Korallendreieck | Indonesien, Philippinen, Papua-Neuguinea, Salomonen, Timor-Leste | Tausende km² | >600 | Artenreichstes Gebiet der Welt, Zentrum mariner Biodiversität, Netzwerk aus Saum-, Barriere- und Atollriffen |
| 3 | Mesoamerikanisches Barrierriff | Küsten von Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras | ca. 1.000 km | >70 | Zweitgrößtes Riffsystem der Erde, inkl. Great Blue Hole, ökologisch und wirtschaftlich zentral für die Region |
| 4 | Rotes Meer Korallenriff | Küsten Ägypten, Sudan, Eritrea, Saudi-Arabien | ca. 2.000 km | >200 | Extrem widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und hohe Salinität, genetisch besonders wertvoll |
| 5 | Neukaledonien Lagunenriff | Südpazifik, um Hauptinsel Neukaledonien | 1.600 km | >1.000 | Größtes geschlossene Lagunenriff der Erde, gut erhalten, hohe endemische Artenvielfalt, UNESCO-Weltnaturerbe |
| 6 | Malediven Atollriffe | Indischer Ozean | >1.000 km | >500 | Über 1.000 Inseln mit ringförmigen Atollen, wichtig für Tourismus und Küstenschutz, stark durch Korallenbleiche gefährdet |
| 7 | Riffe Indonesiens | Indonesien (Sumatra, Java, Sulawesi, Borneo, Molukken, Papua) | Tausende km² | >600 | Teil des Korallendreiecks, hohe Artenvielfalt, Millionen Menschen von den Riffen abhängig, Mischung aus Saum-, Barriere- und Atollriffen |
| 8 | Riffe der Philippinen | Philippinen | Über 7.000 Inseln | >500 | Hotspot der Biodiversität, Saum-, Barriere- und Atollriffe, wichtig für Fischerei und Tourismus, starke lokale Nutzung |
| 9 | Barrierriff von Belize | Belize | 300 km | >70 | Größtes Riffsystem im Atlantik/Karibik, Great Blue Hole, Nationalparks und Schutzprogramme, ökologisch und ökonomisch bedeutend |
| 10 | Papua-Neuguinea Korallenriffe | Papua-Neuguinea | Tausende km² | >600 | Teil des Korallendreiecks, hohe Biodiversität, viele endemische Arten, Lebensraum für Haie, Schildkröten und Rifffische |






