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Wenn die Erde bebt

Einteilung von Erdbeben

Angesichts des schweren Erdbebens in Indien fragt man sich, wie solch schere und verheerende Beben überhaupt zustande kommen. Hier gibt es verschiedene Arten von Beben. Da wäre zunächst einmal das tektonische Beben. Weitere Arten von Beben sind noch die Vulkanischen und Einsturzbeben sowie Nachbeben.

Tektonische Beben

Unter den verschiedenen Typen von Erdbeben hat wohl das tektonische Beben die verheerendsten Auswirkungen. Wenn diese Art von Beben in dicht besiedelten Gegenden auftritt, hat es meist katastrophale Folgen und fordert dort die meisten Opfer. Diese Beben treten an den Rändern der Erdplatten (auch tektonische Platten) auf. Hier an den grossen Platten der Lithosphäre (äussere Gesteinskruste der Erde) bauen sich sehr starke Spannungen auf, weil sich die harten Erdplatten auf der heissen und sehr zähflüssigen Masse im Erdinneren bewegen. Lösen sich nun diese starken Spannungen, treten eben jene starken tektonischen Erdbeben auf.

Wenn hingegen eine Platte unter der anderen Platte abtaucht, sprechen die Wissenschaftler von Subduktionsbeben. Hier ist als Fallbeispiel Mittelamerika zu nennen. Vor der Pazifikküste Mittelamerikas treffen zwei kleinere Platten aufeinander. Dies ist zum einen die Cocos- und zum anderen die karibische Platte. Die Cocosplatte, Teil des pazifischen Ozeanbodens schiebt sich mit einer Geschwindigkeit von sechs Zentimetern pro Jahr unter die karibische Platte. Hierdurch gerät die Erde immer wieder ins Wanken und löst starke Erdrutsche aus.

Vulkanische- und Einsturzbeben

Weniger stark als die tektonischen Beben sind Einsturzbeben. Sie ereignen sich meist, wenn unterirdische Hohlräume plötzlich einfallen. Vulkanische Beben hingegen entstehen, wenn aus dem Erdinneren glutflüssige Magma hervordringt. Dies ist auch häufig ein Anzeichen eines bevorstehenden Vulkanausbruchs.

Nachbeben

Wenn sich in den Bruchregionen der Erdbebenzonen durch Beben Spannungen abbauen, treten an anderen Stellen wieder Spannungen auf. Wenn diese sich dann lösen, kommt es erneut zu Erdbeben, eben zu jenen Nachbeben. Sie sind jedoch meist weniger heftig als der Haupterdstoss. Bei einem grossen Erdbeben in der Türkei im Sommer 1999 erreichte das Hauptbeben eine Stärke von 7,4 auf der Richter-Skala, das Nachbeben erreichte lediglich “nur” noch 5,5 auf dieser Skala.

Eine weitere Art des Spannungsabbaus in der Erdkruste kann in Form von Erdbebenschwärmen auftreten. Hier kündigt sich der Hauptstoss durch leichtere Vorbeben an. Dem Hauptstoss folgen dann meist noch schwere Nachbeben.

Im Zusammenhang mit Erdbeben hören oder lesen wir in den Medien immer wieder von einer Richter- oder eine Mercalli-Skala. Nun diese Skalen sind dazu da, die Stärke von Beben zu bestimmen.

The science behind trying to predict earthquakes



Die Richter-Skala

Diese Skala wurde 1935 von dem amerikanischen Seismologen Charls Francis Richter ausgearbeitet. Als Mass setzte er die Magnitude ein. Dies ist vom lat. magnitudo abgeleitet und bedeutet “Grösse”. Die Skala von Richter beginnt bei M 0 für ein schwach wahrnehmbares Beben der Erde, und endet bisher mit M 9,5 für extrem schwere Beben, wie es sich etwa 1960 in Chile oder 1989 in Armenien ereignet haben.

Stärke 1 - 2 nur durch Instrumente nachweisbar
Stärke 3 selten nahe dem Bebenherd zu spüren
Stärke 4 - 5 Im Umkreis von 30 km um das Bebenzentrum spürbar mit leichten Schäden
Stärke 6 Mässiges Beben - In dicht besiedelten Gebieten gibt es Opfer und Zerstörung
Stärke 7 Starkes Beben das zu Katastrophen führen kann
Stärke 8 Grossbeben - Der bisher höchste gemessene Wert lag bei 8,6

Die Mercalli-Skala

Diese Skala ist nach dem ital. Vulkanologen G. Mercalli benannt. Bei dieser Einteilung werden die Beben nicht, wie in der Richter-Skala, nach ihrer Stärke, sondern nach ihren sichtbaren und fühlbaren Auswirkungen bewertet. Diese Skala hat Mercalli zu Beginn unseres Jahrhunderts aufgestellt, als es noch keine präzisen Messinstrumente gab.

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