Copernicus-Satelliten enthüllen verborgene Strukturen

11.Januar, 2026

Am 6. Januar 2026 veröffentlichte die Copernicus-Mission ein farbverstärktes Sentinel-2-Satellitenbild des Manicouagan-Kraters in Kanada. Das Bild zeigt den Einschlagkrater mit ungewöhnlich leuchtenden Farben. Diese Farbverstärkung macht geologische Strukturen besonders gut sichtbar. Der Manicouagan-Krater entstand vor etwa 214 Millionen Jahren durch den Einschlag eines großen Meteoriten. Mit einem Durchmesser von rund 100 Kilometern zählt er zu den größten erhaltenen Einschlagkratern der Erde. Die kreisförmige Struktur ist im Satellitenbild deutlich zu erkennen. Forscher nutzen solche Bilder, um geologische Prozesse besser zu verstehen. Die unterschiedlichen Farben weisen auf verschiedene Gesteinsarten und Mineralzusammensetzungen hin. Besonders auffällig ist die zentrale Insel, die als Überrest des ursprünglichen Einschlags gilt. Das Bild wurde mit modernen Bildbearbeitungstechniken farbverstärkt. Dadurch lassen sich Strukturen erkennen, die mit bloßem Auge schwer zu sehen sind. Wissenschaftler nutzen die Daten, um die Erosion und die geologische Entwicklung der Region zu analysieren. Frühere Missionen lieferten bereits Bilder des Kraters, doch diese Aufnahmen bieten eine höhere Detailgenauigkeit. Der Manicouagan-Krater liegt in einer weitgehend unbesiedelten Region von Québec. Die Umgebung ist geprägt von Seen, Flüssen und borealem Wald. Solche Satellitenbilder helfen auch, historische Einschläge auf der Erde zu dokumentieren. Forscher vergleichen die Daten mit ähnlichen Strukturen auf dem Mond und Mars. Die Analyse unterstützt das Verständnis der Auswirkungen großer Meteoriteneinschläge auf Planeten. Mit den neuen Aufnahmen können Modelle zur Entstehung und Alterung von Einschlagkratern verbessert werden. Die Veröffentlichung des Bildes zeigt, wie moderne Satellitentechnologie die Geowissenschaften voranbringt. Das Bild des Manicouagan-Kraters wird als Referenz für zukünftige geologische Studien dienen.

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