Was ist El Niño?
El Niño ist ein Klimaphänomen im Pazifischer Ozean, das in unregelmäßigen Abständen auftritt. Es gehört zu einem größeren Klimasystem, das als ENSO bezeichnet wird. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im östlichen Pazifik deutlich stärker als gewöhnlich. Besonders betroffen ist die Westküste von Peru. Normalerweise sorgen Passatwinde dafür, dass warmes Wasser nach Westen transportiert wird. Während eines El-Niño-Ereignisses schwächen sich diese Winde jedoch ab. Dadurch sammelt sich warmes Wasser im östlichen Teil des Pazifiks. Gleichzeitig wird weniger kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser nach oben transportiert. Das hat große Auswirkungen auf die Meeresökosysteme. Vor allem die Fischerei leidet unter diesen Veränderungen. Auch das Wettergeschehen auf der ganzen Welt wird beeinflusst. In Südamerika kommt es häufig zu starken Regenfällen und Überschwemmungen. In Regionen wie Australien und Indonesien treten dagegen oft Dürren auf. El Niño kann außerdem die globalen Temperaturen erhöhen. Viele Gebiete erleben ungewöhnliche Wetterextreme. Das Gegenphänomen zu El Niño ist La Niña. Dabei sind die Wassertemperaturen im Pazifik niedriger als normal. Insgesamt zeigt El Niño, wie stark die Ozeane das Klima der Erde beeinflussen.
