Rätselhafte Artefakte am Meeresgrund vor der Bahama-Insel Andros im Bermudadreieck

Vor der Bahama-Insel Andros im Bermudadreieck wurden unter Wasser ungewöhnliche Strukturen entdeckt, die wie von Menschenhand geschaffene Artefakte wirken. Taucher berichten von regelmäßigen Steinformationen, rechteckigen Blöcken und flachen Platten, die an Straßen oder Plattformen erinnern. Einige spekulieren, dass es sich um Überreste einer versunkenen Zivilisation handeln könnte, möglicherweise im Zusammenhang mit der Legende von Atlantis.

Vor der Bahama-Insel Andros, mitten im als rätselhaft geltenden Bermudadreieck, gibt es seit Jahrzehnten Berichte über mysteriöse Strukturen und angebliche Artefakte auf dem Meeresgrund, die sowohl Hobbytaucher als auch Wissenschaftler fasziniert haben. Besonders die Unterwasserregionen rund um Andros Island – die größte Insel der Bahamas – gelten als geologisch und archäologisch bemerkenswert. Immer wieder kursieren Erzählungen und teilweise auch Bildmaterial über seltsame, regelmäßig angeordnete Steinformationen, glatte Platten, rechteckige Blöcke und sogar angeblich massive Bauwerke, die man auf den ersten Blick für menschengemacht halten könnte. Einige dieser Strukturen werden in Zusammenhang mit der Legende von Atlantis, mit untergegangenen Zivilisationen oder mit technologischen Relikten aus uralter Zeit gebracht.

Ein besonders berühmtes Beispiel ist die sogenannte “Bimini Road”, die zwar etwas weiter nordwestlich bei der Insel Bimini liegt, aber oft im gleichen Kontext erwähnt wird. Dieses geologisch umstrittene Phänomen besteht aus großen, flachkantigen Gesteinsplatten, die in einer fast geraden Formation am Meeresboden liegen – was zunächst den Eindruck erweckt, es handle sich um eine künstlich angelegte Straße oder Mauer. Ähnliche Formationen wurden angeblich auch in der Nähe von Andros gesichtet. Taucher berichten von angeblich symmetrisch angeordneten Strukturen, von Rechtecken und scheinbar bearbeiteten Steinen, die stark von der natürlichen Umgebung abweichen. Einige Fotografien zeigen Blöcke, die wie Treppenstufen wirken oder wie Plattformen, die mit heutigen architektonischen Grundformen vergleichbar sind.

In den 1960er- und 1970er-Jahren begannen verschiedene private und pseudowissenschaftliche Expeditionen, das Gebiet intensiver zu untersuchen. Manche Forscher behaupteten, elektromagnetische Anomalien gemessen zu haben, die über diesen Formationen auftreten. Diese Anomalien, so wird spekuliert, könnten mit den vielen mysteriösen Vorfällen im Bermudadreieck zusammenhängen – etwa mit dem Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen, Zeitverlusten oder Kompassstörungen. Auch wurde über akustische Signale berichtet, die aus großer Tiefe stammen und keiner bekannten natürlichen Quelle eindeutig zugeordnet werden konnten.

Die Insel Andros selbst besitzt eine bedeutende Besonderheit: Sie liegt am Rand eines der tiefsten Meeresabgründe im Atlantik, dem sogenannten Tongue of the Ocean (Zunge des Ozeans), einer tiefen, senkrecht abfallenden Meeresrinne, die ideale Bedingungen für ozeanographische Forschung, aber auch für verdeckte Aktivitäten bietet. Genau dort befindet sich auch die geheime US-Einrichtung AUTEC (Atlantic Undersea Test and Evaluation Center), ein Testzentrum der US-Marine. Dieses Zentrum wird in vielen Spekulationen mit den unterseeischen Entdeckungen in Verbindung gebracht, da es angeblich hochentwickelte Sonar- und Ortungstechnologien einsetzt, über die der Öffentlichkeit kaum Informationen vorliegen. Kritiker vermuten, dass militärische Aktivitäten gezielt Informationen über mögliche antike Strukturen oder geologische Besonderheiten im Verborgenen halten könnten.

Wissenschaftlich gesehen gibt es allerdings bislang keinen anerkannten Beweis für künstliche Bauwerke vor Andros. Geologen führen die regelmäßigen Formen auf natürliche Prozesse wie Kalksteinverwitterung, Plattentektonik und Erosion zurück. Vor allem das karstige Gestein der Bahamas neigt dazu, unter bestimmten Bedingungen regelmäßige, plattige Formen zu entwickeln, die von Laien schnell als künstlich interpretiert werden. Die Nähe zum Riffsystem, der Einfluss des Golfstroms und tektonische Aktivitäten könnten ebenfalls zur Entstehung dieser Formationen beigetragen haben.

Trotzdem bleibt das Gebiet rund um Andros eines der faszinierendsten im Bermudadreieck. Ob es sich bei den mysteriösen Strukturen tatsächlich um Überreste einer versunkenen Zivilisation handelt oder um ein faszinierendes Beispiel für geologische Täuschung, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Kombination aus schwer zugänglichen Tiefseegebieten, unvollständiger wissenschaftlicher Erschließung und militärischer Präsenz bietet reichlich Raum für Spekulationen. Immer wieder regen neue Unterwasseraufnahmen, Berichte von Tauchern oder Hinweise auf elektromagnetische Effekte die Diskussionen neu an. Damit zählt die Region vor Andros zu den interessantesten und gleichzeitig rätselhaftesten Meeresgebieten der westlichen Hemisphäre – und bleibt ein Magnet für Forscher, Mythenfreunde und Entdecker gleichermaßen.

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