Chaos im All – Geburt neuer Planeten

06. Januar, 2026

Forscher haben erstmals direkte Beobachtungen von Kollisionen in einem jungen extrasolaren Planetensystem durchgeführt. Dabei nutzten sie hochauflösende Teleskope, um Staub- und Gaswolken in der protoplanetaren Scheibe zu analysieren. Die Messungen zeigen, dass sich kleinere Planetesimale miteinander verbinden oder zusammenstoßen. Solche Kollisionen liefern wertvolle Hinweise auf die Anfangsphase der Planetenbildung. Beobachtet wurde ein System, das nur wenige Millionen Jahre alt ist, vergleichbar mit den frühesten Stadien unseres Sonnensystems. Die Kollisionen führten zu hellen Aufhellungen in der Staubscheibe, die mit empfindlichen Instrumenten nachweisbar waren. Wissenschaftler konnten dabei die Geschwindigkeit und den Winkel der Zusammenstöße bestimmen. Die Ergebnisse bestätigen theoretische Modelle, nach denen Planetenkörper durch wiederholte Zusammenstöße wachsen. Auch Materialverlust durch Kollisionen konnte dokumentiert werden, was die Komplexität der Planetenentstehung zeigt. Einige der beobachteten Brocken werden vermutlich zu größeren Protoplaneten verschmelzen. Andere Fragmente könnten in kleinere Partikel zerfallen und die Scheibe weiter auflockern. Die Beobachtungen deuten darauf hin, dass planetare Bildung ein chaotischer und dynamischer Prozess ist. Frühere Studien konnten solche Ereignisse nur indirekt durch Simulationen vermuten. Nun liefern die Echtzeitdaten konkrete Hinweise auf die Mechanismen hinter Planetenwachstum. Das Team nutzte mehrere Teleskope gleichzeitig, um unterschiedliche Wellenlängen des Lichts zu erfassen. So konnten sowohl heiße Kollisionen als auch Staubverteilung genau untersucht werden. Die Forschung hilft auch, die Häufigkeit und Art von Exoplaneten in der Milchstraße besser einzuschätzen. Erkenntnisse über Kollisionen ermöglichen Rückschlüsse auf die Zusammensetzung und Struktur zukünftiger Planeten. Diese Daten liefern zudem wichtige Informationen für Modelle der Entstehung von Gasriesen und terrestrischen Planeten. Insgesamt liefert die Studie einen einzigartigen Blick auf die frühesten Momente planetarer Evolution.

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