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Neues aus der Archäologie

Neues aus der Archäologie.  Bild: Public Domain.
Neues aus der Archäologie. Bild: Public Domain.
Bochum: Ein Wohngebiet mit langer Geschichte

Neolithische Funde aus Bochum-Laer LWL-Archäologen entdecken jungsteinzeitliche Siedlungsspuren in Bochum-Laer Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind in einem geplanten Baugebiet in Bochum-Laer auf Spuren aus der Jungsteinzeit und Eisenzeit gestoßen. Keramikscherben und Steinwerkzeuge belegen, dass der Ort schon vor über 6.000 Jahren ein beliebter Siedlungsplatz war.

Archäologische Untersuchung der Wüstung Dorf Anhalt bei Harzgerode

Die mittelalterliche Burg Anhalt gab einem ganzen Landesteil ihren Namen. Ganz in der Nähe lag eine Siedlung, die vom 10./11. bis zum 15. Jahrhundert prosperierte und dann wüst fiel. Hier wollen Archäologen der Martin-Lufther-Universität Halle-Wittenberg die mittelalterliche Besiedlungsgeschichte der Region im Harz erforschen, deren wirtschaftliche Grundlage zu wesentlichen Teilen auf dem Bergbau beruhte.

In Niedersachsen ist jetzt das Landesamt für Denkmalpflege für das Kulturgutschutzgesetz zuständig

Symbolfoto Stempel Niedersachsen Seit im August 2016 das Kulturgutschutzgesetz in Kraft getreten ist, mussten in Niedersachsen Ausfuhrgenehmigungen für Kulturgüter beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur bzw. der Staatskanzlei beantragt werden. Seit Anfang des Monats ist dafür nun das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege zuständig.

Ausgrabungen in Bielefeld

Ausgrabungen am Alten Markt in Bielefeld Siedlungsreste am Alten Markt reichen fast 3.000 Jahre zurück Im Herzen der Bielefelder Altstadt finden seit Mai 2017 archäologische Ausgrabungen statt. Anlass waren umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen im historischen Zentrum. Gleich zu Beginn stießen die Archäologen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf zahlreiche Zeugnisse der 800-jährigen Stadtgeschichte. Nun traten noch weitaus ältere Relikte zutage, die bis zu 3.000 Jahre alt sind.

Archäologen sichern Warendorfer Stadtgeschichte unter dem Marktplatz

Spätmittelalterliche Wegepflasterung Im Zuge von Bauarbeiten auf dem Warendorfer Markplatz legen Archäologen seit Jahresbeginn die mittelalterliche Vergangenheit des Ortes frei. Nun stießen sie auf Befunde, die Warendorfs frühe Stadtgeschichte beleuchten. Während der Marktplatz in Urkunden zum ersten Mal 1277 erwähnt wird, zeigen die Ausgrabungen, wie die Menschen hier schon Jahrhunderte früher gelebt haben.

Die Metallurgie hat vermutlich nicht nur einen Ursprung

Wissenschaftler lösen ein kontrovers diskutiertes Problem der Technikgeschichte / Kupferschlacke aus Çatalhöyük ist Zufallsprodukt Wann und wo haben Menschen die Metallverarbeitung erfunden? Eine Antwort auf diese lange diskutierte Frage der Technikgeschichte haben jetzt Wissenschaftler der Universität Heidelberg gemeinsam mit Forschern aus London und Cambridge (Großbritannien) gefunden: Danach hat die Metallurgie keineswegs nur einen Ursprung, sondern hat sich vermutlich an verschiedenen Orten in etwa gleichzeitig entwickelt. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten, nachdem sie den 8.500 Jahre alten Fund von Kupferschlacke in der steinzeitlichen Siedlung Çatalhöyük in Vorderasien erneut untersucht und dabei auch die chemische Zusammensetzung anderer Artefakte aus Kupfer analysiert haben.

Tropfstein verrät das Alter eiszeitlicher Knochen

Fund eines prähistorischen menschlichen Skeletts in der Chan-Hol-Höhle bei Tulúm Ein auf der Halbinsel Yukatan in Südmexiko entdecktes prähistorisches menschliches Skelett ist mindestens 13.000 Jahre alt und stammt aller Voraussicht nach aus einer Kaltperiode am Ende der letzten Eiszeit, dem späten Pleistozän. Ein deutsch-mexikanisches Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck und Arturo González González hat das fossile Skelett datiert, basierend auf einem Tropfstein, der auf dem Hüftknochen gewachsen war.

Ein Gräberfeld der vorrömischen Eisenzeit in Herford-Eickum

Blockbergung eisenzeitliche Graburne Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben in Herford-Eickum einen interessanten Fund gemacht: Im Rahmen von Umbauarbeiten für ein Umspannwerk stießen sie auf Brandgräber aus der vorrömischen Eisenzeit sowie auf ein Relikt aus der ausgehenden Bronzezeit. Die näheren Untersuchungen dauern an.

Archäologen und Restauratoren rekonstruieren antiken Alltag

Nachwuchs-Restauratoren des RGZM Restauratoren und Wissenschaftler des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) erforschen zur Zeit in einem deutsch-amerikanischen Kooperationsprojekt archäologische Überreste aus der antiken Stadt Morgantina (Sizilien, Italien): Mehr als 2500 Bronze-Objekte ? insbesondere aus den drei Jahrhunderten vor Christi Geburt ? geben den Experten des Leibniz-Forschungsinstituts für Archäologie Aufschluss über vergangene Besiedelungen und weitreichende Fernkontakte.

Europas vergessene Wurzeln

Vom Mythos zum Logos, von der Aristokratie zur Demokratie: Die Anfänge unseres westlichen, vernunftorientierten Denkens, die Anfänge einer auf Volkssouveränität basierenden Staatsform ? ja die Anfänge unserer westlichen Sprache, Erziehung und Kultur insgesamt sind untrennbar mit dem antiken Griechenland verbunden. Die Wiege Europas liegt also in Europa selbst, so hat es zumindest den Anschein. Dieser vermeintliche Befund ist Wasser auf die Mühlen all derer, die den Kontinent abschotten wollen und in Zuwanderung, interkulturellem Austausch oder der Aufnahme fremder Bräuche und Gewohnheiten in das eigene Kulturgut eine Gefahr sehen ? für die nationalstaatliche Identität, aber auch für die Identität einer Region oder sogar der eigenen Person.