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Neues aus der Archäologie

Neues aus der Archäologie.  Bild: Public Domain.
Neues aus der Archäologie. Bild: Public Domain.
Komplexe antike Stadtanlage in der Türkei entdeckt

Archäologische Forschungen der Universität Bern im türkischen Sirkeli Höyük haben zur Entdeckung einer bronze- und eisenzeitlichen Stadtanlage geführt. Mit einer Fläche von über 80 Hektar handelt es sich um eine der grössten bekannten Siedlungen dieser Periode in der Türkei. Bemerkenswerte Funde unterstreichen die Bedeutung der antiken Stadt, bei der es sich möglicherweise um das als Kultort bekannte Kummanni handeln könnte.

Mehr als 2.000 Jahre im Salz konserviert

Seit 1993 wurden in einer Salzmine im Nordwesten Irans nahe des Dorfes Hamzehlu zufällig mehrere Leichen und Leichenteile entdeckt. Obwohl einige aus einer Zeit vor Christi stammen, blieben sie im Salz mit Haut und Haaren und sogar ihrer Kleidung konserviert. Wie sie ums Leben kamen und in welcher Kultur sie lebten, rekonstruieren Forscher im Projekt »Salzmumien und Salzbergwerk von Chehr?b?d, Zanj?n, Iran«, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert.

Verborgene Schätze unter Grabungsabraum

Wissenschaftler aus Würzburg und Kairo untersuchen in einem neuen Forschungsprojekt eine mehr als 4.500 Jahre alte Pyramidenanlage in Ägypten. Unter den Überresten früherer Grabungen haben sie einen Verbindungsweg zwischen zwei Tempeln und der Pyramide des Pharao Sahurê freigelegt. Von der Untersuchung der den Weg säumenden Reliefsteine erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse zur altägyptischen Wirtschaft und Verwaltung.

Weltkulturerbe durch Anstieg des Meeresspiegels bedroht

Kieler Studie zeigt: Gefährdung durch Sturmfluten könnte um bis zu 50 Prozent steigen Im Mittelmeerraum befinden sich eine Vielzahl von UNESCO Weltkulturerbestätten in tiefliegenden Küstengebieten. Dazu zählen zum Beispiel die Lagune von Venedig, die Altstadt von Dubrovnik oder die Ruinen von Karthago. Diese Stätten werden im Laufe des 21. Jahrhunderts verstärkt durch einen steigenden Meeresspiegel und durch zunehmende Küstenerosion gefährdet sein. Zu diesem Schluss kommt eine der ersten großräumig angelegten Studien, die Doktorandin Lena Reimann vom Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zusammen mit Professor Athanasios Vafeidis und internationalen Partnern durchgeführt hat.

Wikingerschiff mittels Bodenradar entdeckt

Ausgerüstet mit einem motorisierten hochauflösenden Bodenradar haben ArchäologInnen in der Region Østfold in Norwegen ein Wikingerschiff und eine große Anzahl von Grabhügeln und Langhäusern entdeckt. Die Visualisierung der Prospektionsdaten zeigt eine etwa 20 m lange schiffsförmige Struktur, die sich in einer Tiefe von etwa 50 cm im Boden abzeichnet.

Sachsen-Anhalts Denkmallandschaft - aktueller denn je

Mit dem heute von Staats- und Kulturminister Rainer Robra freigegebenen Denkmalinformationssystem können die bekannten Denkmale Sachsen-Anhalts erstmals zentral auf einer Karte dargestellt und grundlegende Informationen zu jedem einzelnen Denkmal abgerufen werden. Neben dieser allgemein frei zugänglichen Karte im Landesportal Sachsen-Anhalt stellt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie weitere Datendienste bereit, die nahtlos in Geoinformationssysteme der Genehmigungsbehörden eingebunden werden können und gemäß der INSPIRE-Richtlinie der EU nutzbar sind.

2.600 Jahre Münzen und Medaillen im Netz

Die TU Braunschweig und das Herzog Anton Ulrich-Museum (HAUM) haben sich auf eine außergewöhnliche Form der Kooperation eingelassen: Im April 2018 haben die Universität und das Museum gemeinsam die Professur für Alte Geschichte besetzt. Der Stelleninhaber Professor Johannes Wienand lehrt an der TU Braunschweig die Geschichte der griechisch-römischen Antike und leitet zugleich das Münzkabinett des HAUM. Aus dieser engen Zusammenarbeit ist nun ein Virtuelles Münzkabinett hervorgegangen.

Keramikscherben aus Çatalhöyük verraten neue Details zur Ernährung prähistorischer Bauern

Das Wissen über die Ernährungsgewohnheiten von Bewohnern der prähistorischen Siedlung Çatalhöyük ist in erstaunlichem Umfang und großer Detailreiche durch die Analyse von in Keramikscherben erhaltenen Proteinen ergänzt worden. Ein internationales Forscherteam hat durch Nutzung einer neuen Nachweismethode gezeigt, dass fast 8.000 Jahre alte Gefäße von einem frühbäuerlichen Fundort in Anatolien (der heutigen Türkei) Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Fleisch enthielten.

Morgantina: Fernkontakte einer antiken Stadt

Rund 2500 Bronzeobjekte aus der antiken Stadt Morgantina (Sizilien) werden von den Expertinnen und Experten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) untersucht: Archäologen, Restauratorinnen und ein Zeichner des RGZM sind seit 2015 mit der wissenschaftlichen Bewertung der Funde beschäftigt. Amerikanische Archäologen legen seit 1955 die Überreste Morgantinas aus dem 1. Jahrtausend vor Christi Geburt in der Nähe des heutigen Aidone (Prov. Enna) frei. Die Expertise des RGZM und die enge Zusammenarbeit ermöglicht weitreichende Rückschlüsse aus dem umfangreichen Fundmaterial.

Evolutionspsychologe wird mit Archäologiepreis ausgezeichnet

Der Preisträger des zweiten Human Roots Awards, ausgelobt durch MONREPOS ? das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, steht fest: Der Kognitionspsychologe und Psycholinguist Steven Pinker wird am Freitag, den 9. November, den mit 10.000 Euro dotierten Archäologiepreis entgegennehmen.