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Neues aus der Archäologie

Neues aus der Archäologie.  Bild: Public Domain.
Neues aus der Archäologie. Bild: Public Domain.
Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa

Unterkiefer des 7,175 Millionen Jahre alten Graecopithecus freybergi Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen: Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal PLOS One.

Archäologische Untersuchungen in Marsberg-Westheim

Gelände des Gewerbegebietes Westheim II bei Marsberg mit den Suchschnitten Bereits vor 13 Jahren entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Teile der mittelalterlichen Siedlung Dorpede in Marsberg-Westheim mit Kirchengrundriss und Bestattungen. Das Areal der Wüstung wurde daraufhin von der Stadt unter Denkmalschutz gestellt. Nun fanden weitere archäologische Untersuchungen statt, die Aufschluss über die Ausdehnung der in der Vergangenheit genutzten Siedlungsfläche geben: Überreste der Besiedlungsphasen vom 4. bis zum 16. Jahrhundert.

Digitalisierungsprojekt »Digital Heritage 2017/2018« startet

Startschuss für eines der größten Digitalisierungsprojekte Sachsen-Anhalts Am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sollen in den kommenden Jahren Kernbestände der zentralen Informationsquellen zum archäologischen Erbe des Landes digitalisiert werden. Am Mittwoch unterzeichneten der Chef der Staatskanzlei und Kulturminister Rainer Robra und Landesarchäologe eine Sondervereinbarung über das Mammut-Vorhaben.

Vor 2.000 Jahren beerdigte Rom seine Eroberungspläne für Germanien

Magnetometer Vor genau 2.000 Jahren ? am 26. Mai 17 n. Chr. ? feierte der römische Feldherr Germanicus mit einem großen Triumphzug den Sieg über die Germanen. Damit waren die Germanen-Feldzüge offiziell beendet und die Grenze entlang des Rheins ? der Niedergermanische Limes ? besiegelt. Die Spuren der römischen Militäranlagen haben sich bis heute im Boden erhalten und werden nun systematisch untersucht.

Das Ende der Blauen Brigade in der Schlacht von Lützen

Massengrab in Ausstellung Die Eliteeinheit der schwedischen Armee war schlecht ernährt, von Krankheiten gezeichnet und hatte einen kräftezehrenden Alltag. In der Schlacht von Lützen, einer der folgenreichsten des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Blaue Brigade durch einen Flankenangriff einer kaiserlichen Kavallerie-Einheit vernichtend geschlagen. Das Massengrab, in dem die Toten nach der Schlacht vergraben wurden, kam bei archäologischen Ausgrabungen zum Vorschein. Die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Ergebnisse der anthropologischen Untersuchungen zeichnen das Leben und den Tod der Landsknechte nach.

Bojen an der Roseninsel: Schutz des Welterbes unter Wasser

Roseninsel Bojen & Hinweisschilder informieren über Pfahlbauten vor der Roseninsel Seit letztem Sommer gibt es bereits drei Bojen im Starnberger See, sechs weitere Markierungen kommen nun auf Initiative des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und in enger Abstimmung mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und dem Landratsamt Starnberg dazu: Sie weisen auf die prähistorischen Pfahlbauten vor der Roseninsel hin.

Gemeinsames genetisches Erbe von Sizilien bis Zypern

Karte der albanisch-, griechisch- oder italienischsprachigen Orte an denen die Gen-Proben für die Studie gesammelt wurden10.1038/s41598-017-01802-4)"> Die Mittelmeerküsten von Sizilien, über Süd-Italien bis zum südlichen Balkan sind Zeugen einer langen Reihe von Migrationsbewegungen und intensiven Austauschs. Ungeachtet dieser komplexen Geschichte und heutiger nationalen Grenzen teilen die Bewohner der südosteuropäischen Mittelmeerküsten jedoch ein gemeinsames genetisches Erbe und die Bewohner mancher griechischsprachiger Inseln sind genetisch enger mit einigen Populationen Süditaliens verwandt als mit den Bewohnern des griechischen Festlands. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer in Scientific Reports publizierten Studie, an der auch Chiara Barbieri vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena beteiligt war.

Archäologische Ausgrabungen am Alten Markt in Bielefeld

Es zeigen sich in dem hellen Sandboden dunkle Verfärbungen von Gruben Im Herzen der Bielefelder Altstadt, am Alten Markt, haben Archäologen unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der vergangenen Woche mit Ausgrabungen begonnen. Anlass waren umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen im historischen Zentrum der Stadt durch das Bankhaus Lampe.

Jungsteinzeitliche Siedlung bei Halberstadt-Harsleben entdeckt

LBK-Hausgrundriss (Pfostengruben) Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Neubaus der Ortsumgehung Halberstadt-Harsleben (B 79) haben Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt eine Siedlung mit 7.000 Jahre alten Hausgrundrissen entdeckt. Bei einigen Scherben der diese Zeit prägenden Linienbandkeramik haben sich Farbreste in den eingeritzten Linienbändern erhalten.

Grundsteinlegung am Neubau des RGZM

Grundsteinlegung Der Grundstein ist gelegt: Mit dem traditionellen Einmauern von symbolträchtigen Gegenständen am neu gelegten Fundament in der Mainzer Neutorstraße hat am 5. Mai 2017 die Rohbauphase für das neue Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) und Leibniz-Forschungsinstitut der Archäologie begonnen. Rund 51,4 Millionen Euro investieren das Land Rheinland-Pfalz, die Landeshauptstadt und der Bund in ein modernes Haus für archäologische Spitzenforschung mit großzügigen Ausstellungsbereichen.