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Was ist eine Cirruswolke?

Eine Cirruswolke ist eine hoch in der Atmosphäre vorkommende Wolkenart, die meist in Höhen von über 6.000 Metern entsteht. Aufgrund der extrem niedrigen Temperaturen in diesen Regionen bestehen diese Wolken fast ausschließlich aus winzigen Eiskristallen. Sie erscheinen am Himmel als zarte, faserige oder federartige Gebilde, weshalb sie im Volksmund oft als „Federwolken“ bezeichnet werden. Da sie sehr dünn sind, lassen sie das Sonnenlicht fast ungehindert passieren und wirken daher weiß und durchscheinend.

Diese Wolken bilden sich bei hohen Windgeschwindigkeiten in der oberen Troposphäre, was zu ihrer typischen, langgezogenen und gestreckten Struktur führt. Man findet sie häufig vor einer herannahenden Warmfront, weshalb sie in der Wettervorhersage oft als Indikatoren für einen kommenden Wetterumschwung gelten. Im Gegensatz zu tief hängenden Wolken produzieren Cirruswolken keinen Niederschlag, der den Boden erreicht. Sie können jedoch optische Phänomene wie Halos erzeugen, wenn das Sonnen- oder Mondlicht durch die Eiskristalle gebrochen wird.

Meteorologisch werden sie der Gruppe der hohen Wolken zugeordnet und sind ein fester Bestandteil des klassischen Wolkenklassifikationssystems. Ihr Erscheinungsbild kann von feinen, weißen Fäden bis hin zu komplexen, büschelartigen Formen reichen. Sie sind zudem dafür bekannt, die Erdabstrahlung zu beeinflussen, da sie eine gewisse Menge an Wärme in der Atmosphäre zurückhalten können. Obwohl sie meist harmlos aussehen, geben sie wichtige Aufschlüsse über die Strömungsverhältnisse in großen Höhen. Insgesamt sind sie ein Zeichen für die hohe Dynamik und die komplexen physikalischen Prozesse, die in der oberen Atmosphäre ablaufen.

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