Die Kontinente der Erde in Zahlen und Fakten
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Mittelamerika ist zwar kein eigenständiger Kontinent, der Übersicht halber aber hier separat aufgeführt.
Afrika
Afrika ist der zweitgrößte Kontinent der Erde nach Asien und umfasst eine Fläche von etwa 30,3 Millionen Quadratkilometern. Der Kontinent ist durch seine enorme geografische Vielfalt geprägt, die von Wüsten über Savannen bis hin zu tropischen Regenwäldern reicht. Die Sahara im Norden Afrikas ist die größte heiße Wüste der Welt. Im Zentrum des Kontinents liegt der Kongobecken-Regenwald, einer der größten zusammenhängenden Tropenwälder der Erde. Afrika besitzt zahlreiche bedeutende Gebirgssysteme, darunter das Atlasgebirge im Nordwesten und die Drakensberge im Süden. Der Kontinent wird von mehreren großen Flüssen durchzogen, wie dem Nil, dem Kongo, dem Niger und dem Sambesi. Der Nil ist der längste Fluss der Welt und spielt eine zentrale Rolle für die Landwirtschaft in Nordostafrika. Afrika ist reich an Seen, darunter der Viktoriasee, der zweitgrößte Süßwassersee der Erde. Die Küsten Afrikas erstrecken sich über mehr als 30.000 Kilometer entlang des Atlantischen und Indischen Ozeans. Der Kontinent ist tektonisch aktiv, besonders am Ostafrikanischen Graben, wo Vulkanismus und Erdbeben häufig vorkommen. Afrikas Klima variiert stark von mediterranen Bedingungen im Norden über tropisches Klima am Äquator bis hin zu semi-ariden und ariden Zonen im Süden. Die Vegetation reicht von dichten Regenwäldern über Graslandschaften bis hin zu Wüsten. Afrika beheimatet eine außerordentliche Artenvielfalt, darunter viele endemische Tierarten wie Löwen, Elefanten, Giraffen und Nashörner. Der Kontinent ist auch ein Ursprungsgebiet des modernen Menschen, Homo sapiens, der vor etwa 200.000 Jahren in Ostafrika entstand. Die Bevölkerung Afrikas beträgt rund 1,4 Milliarden Menschen, verteilt auf über 50 Länder. Die größten Städte sind Lagos, Kairo, Kinshasa, Johannesburg und Nairobi. Afrika ist durch eine enorme ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Über 2.000 verschiedene Sprachen werden auf dem Kontinent gesprochen, darunter Arabisch, Swahili, Hausa und Zulu. Die Wirtschaft Afrikas ist vielfältig und reicht von Landwirtschaft über Rohstoffexporte bis hin zu Industrie und Dienstleistungen. Viele afrikanische Länder sind reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten, Erdöl und Kupfer. Landwirtschaft ist für die Ernährung und den Lebensunterhalt vieler Menschen von zentraler Bedeutung. Afrikanische Kulturen zeichnen sich durch Musik, Tanz, Kunsthandwerk und mündliche Überlieferungen aus. Religion spielt eine wichtige Rolle, wobei Christentum, Islam und traditionelle afrikanische Glaubensformen verbreitet sind. Afrikas Geschichte ist geprägt von alten Zivilisationen wie Ägypten, Karthago und dem Königreich Mali. Der Kontinent hat zahlreiche UNESCO-Welterbestätten, die sowohl Natur- als auch Kulturerbe umfassen. Trotz Herausforderungen wie Armut, Konflikten und Klimawandel bietet Afrika immense Potenziale für Wirtschaft, Bildung und Tourismus.
Alle Länder
Nordafrika
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Ägypten | Kairo | Heimat der antiken Zivilisation und der Pyramiden von Gizeh; liegt am Nil. |
| Algerien | Algier | Das flächenmäßig größte Land Afrikas; beherrscht von der Sahara. |
| Libyen | Tripolis | Ein Großteil des Landes besteht aus Wüste; verfügt über bedeutende Ölvorkommen. |
| Marokko | Rabat | Ein Königreich mit reicher Geschichte und Kultur; liegt am Atlantik und Mittelmeer. |
| Tunesien | Tunis | Bekannt für seine historischen Stätten wie Karthago und seine Mittelmeerküste. |
| Sudan | Khartum | Größtenteils von Wüste und Halbwüste bedeckt; liegt am Zusammenfluss von Weißem und Blauem Nil. |
| Südsudan | Juba | Der jüngste Staat Afrikas (Unabhängigkeit 2011); i |
Westafrika
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Benin | Porto-Novo | Kulturhistorisch bedeutend (ehemals Dahomey); wichtig ist der Baumwollanbau. |
| Burkina Faso | Ouagadougou | Eines der ärmeren Länder; Fokus auf Landwirtschaft und Goldbergbau. |
| Côte d’Ivoire | Yamoussoukro | Einer der weltweit größten Kakao-Produzenten. |
| Gambia | Banjul | Das kleinste Land auf dem afrikanischen Festland; liegt am gleichnamigen Fluss. |
| Ghana | Accra | Führend in der Kakao-Produktion und bekannt für seine Goldvorkommen. |
| Guinea | Conakry | Verfügt über große Bauxit-Vorkommen; politische Instabilität. |
| Guinea-Bissau | Bissau | Bekannt für seine Cashew-Exporte und die Bissagos-Inseln. |
| Kap Verde | Praia | Inselstaat im Atlantik; Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. |
| Liberia | Monrovia | Die älteste moderne Republik Afrikas (gegründet von freigelassenen Sklaven). |
| Mali | Bamako | Ehemaliges Zentrum großer westafrikanischer Reiche; der Niger durchfließt das Land. |
| Mauretanien | Nouakchott | Liegt größtenteils in der Sahara; wichtige Eisenerzexporte. |
| Niger | Niamey | Binnenstaat, der von der Sahara dominiert wird; eines der bevölkerungsreichsten Länder. |
| Nigeria | Abuja | Das bevölkerungsreichste Land Afrikas; bedeutendste Wirtschaftsmacht des Kontinents (Öl). |
| Senegal | Dakar | Ein stabiles westafrikanisches Land; wichtiges regionales Handels- und Verkehrszentrum. |
| Sierra Leone | Freetown | Bekannt für seine Diamanten; kämpft mit den Folgen des Bürgerkriegs und von Ebola. |
| Togo | Lomé | Schmaler Küstenstreifen mit Anbau von Kaffee und Kakao; wichtige Phosphat-Reserven. |
Zentralafrika
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Äquatorialguinea | Malabo | Reiches Land durch Ölexporte; geringe Bevölkerungszahl. |
| Gabun | Libreville | Eines der wohlhabenderen Länder dank Öl- und Holzvorkommen; weitgehend bewaldet. |
| Kamerun | Yaoundé | Oft als „Afrika im Miniaturformat“ bezeichnet wegen seiner geografischen und kulturellen Vielfalt. |
| Republik Kongo | Brazzaville | Auch bekannt als Kongo-Brazzaville; wichtige Ölförderung. |
| Demokratische Republik Kongo | Kinshasa | Das flächenmäßig zweitgrößte Land Afrikas (ehemals Zaire); reich an Bodenschätzen, aber oft instabil. |
| São Tomé und Príncipe | São Tomé | Ein Inselstaat im Golf von Guinea; Kaffee- und Kakaoanbau. |
| Tschad | N’Djamena | Binnenstaat im Übergangsbereich zwischen Sahara und Sahelzone; Erdölförderung. |
| Zentralafrikanische Republik | Bangui | Eines der instabilsten Länder; reich an Diamanten, Gold und Uran. |
Ostafrika
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Äthiopien | Addis Abeba | Land mit alter christlicher Tradition; Binnenstaat, der im Hochland liegt. |
| Burundi | Gitega | Einer der am dichtesten besiedelten und ärmsten Staaten Afrikas. |
| Dschibuti | Dschibuti | Strategisch wichtige Lage am Horn von Afrika; Sitz mehrerer ausländischer Militärstützpunkte. |
| Eritrea | Asmara | Liegt am Roten Meer; politische Isolation und strenge Herrschaft. |
| Kenia | Nairobi | Bedeutend für Tourismus und Safaris (Wildtierreservate); Wirtschaftszentrum Ostafrikas. |
| Komoren | Moroni | Inselstaat im Indischen Ozean; wichtiger Export von Vanille, Ylang-Ylang und Nelken. |
| Madagaskar | Antananarivo | Viertgrößte Insel der Welt; einzigartige Tier- und Pflanzenwelt (Endemiten). |
| Ruanda | Kigali | Bekannt als „Land der tausend Hügel“; bemerkenswerte wirtschaftliche Entwicklung nach dem Völkermord von 1994. |
| Seychellen | Victoria | Inselstaat im Indischen Ozean; sehr stark auf den gehobenen Tourismus ausgerichtet. |
| Somalia | Mogadischu | Liegt am Horn von Afrika; lange von Bürgerkrieg und Instabilität betroffen. |
| Tansania | Dodoma | Heimat des Kilimandscharo (höchster Berg Afrikas) und berühmter Nationalparks wie der Serengeti. |
| Uganda | Kampala | Liegt am Viktoriasee; „Perle Afrikas“ mit fruchtbarem Land. |
Südafrika
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Angola | Luanda | Reich an Öl- und Diamantenvorkommen; kämpft mit den Folgen eines langen Bürgerkriegs. |
| Botsuana | Gaborone | Politisch stabil; reiche Diamantenvorkommen und bedeutende Wildtierpopulation (Okavango-Delta). |
| Eswatini (Swasiland) | Mbabane | Ein kleines Binnenkönigreich mit hoher HIV-Prävalenz. |
| Lesotho | Maseru | Ein Königreich, das vollständig von Südafrika umschlossen ist (Enklave); liegt hoch in den Drakensbergen. |
| Malawi | Lilongwe | Wird das „warme Herz Afrikas“ genannt; bekannt für den Malawisee. |
| Mosambik | Maputo | Küstenland mit bedeutenden Bodenschätzen und wachsendem Tourismus. |
| Namibia | Windhoek | Einer der trockensten und am dünnsten besiedelten Staaten; bekannt für die Namib-Wüste. |
| Sambia | Lusaka | Reich an Kupfervorkommen; Heimat der Victoriafälle. |
| Simbabwe | Harare | Besitzt bedeutende Mineralienvorkommen; erlebt seit Langem eine Wirtschaftskrise. |
| Südafrika | Pretoria | Die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Nation Afrikas; bekannt für seine multiethnische Gesellschaft. |
Geologische Beschaffenheit
Afrika liegt größtenteils auf der Afrikanischen Platte, einer der großen tektonischen Platten der Erde. Der Kontinent ist geologisch sehr alt und besteht überwiegend aus präkambrischen Gesteinen wie Granit und Gneis. Im Osten Afrikas verläuft der Ostafrikanische Graben, ein aktiver Bruch, der zur Bildung von Vulkanen, Erdbeben und tiefen Seen führt. Bedeutende Gebirgssysteme wie das Atlasgebirge und die Drakensberge entstanden durch tektonische Bewegungen und Faltungen. Afrika ist reich an Bodenschätzen, darunter Gold, Diamanten, Kupfer, Uran und Erdöl. Die Wüstenregionen wie die Sahara und die Kalahari bestehen aus Sand- und Felsformationen, die über Millionen Jahre geformt wurden. Vulkanische Aktivität prägt insbesondere Ostafrika, mit bekannten Vulkanen wie dem Kilimandscharo und dem Mount Kenya. Insgesamt ist Afrika durch seine geologische Vielfalt geprägt, die sowohl wirtschaftliche Ressourcen als auch landschaftliche Besonderheiten hervorbringt.
Klima
Afrika besitzt eine enorme klimatische Vielfalt, die von der Sahara im Norden bis zum Kap der Guten Hoffnung im Süden reicht. Im nördlichen und südlichen Randbereich herrscht mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Große Teile Nordafrikas, insbesondere die Sahara, sind von extrem trockenem Wüstenklima geprägt. Rund um den Äquator dominieren tropisches Regenwaldklima und hohe Luftfeuchtigkeit, begleitet von ganzjährigen hohen Temperaturen. In den Übergangsregionen zwischen Regenwald und Wüste findet man Savannen mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit. Der Ostafrikanische Graben beeinflusst das lokale Klima durch Gebirge und Hochplateaus, die Niederschläge verstärken können. Im südlichen Afrika wechseln sich subtropisches Klima im Osten und halbtrockenes bis trockenes Klima im Westen und Süden ab. Klimatische Extreme wie Dürren, Überschwemmungen oder Hitzeperioden prägen das Leben vieler Menschen auf dem Kontinent und beeinflussen Landwirtschaft und Ökosysteme stark.
Bevölkerung
Afrika ist nach Asien der zweitbevölkerungsreichste Kontinent und zählt rund 1,4 Milliarden Menschen. Die Bevölkerung ist sehr jung, mit einem hohen Anteil an Menschen unter 25 Jahren. Es gibt eine enorme ethnische Vielfalt, mit über 3.000 verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Sprachlandschaft ist ebenfalls vielfältig, mit über 2.000 gesprochenen Sprachen, darunter Arabisch, Swahili, Hausa und Zulu. Religionen in Afrika sind vielfältig und reichen von Christentum und Islam bis zu traditionellen afrikanischen Glaubensformen. Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf fruchtbare Regionen und städtische Zentren, während Wüsten und dünn besiedelte Gebiete geringe Bevölkerungsdichten aufweisen. Urbanisierung nimmt schnell zu, mit großen Metropolen wie Lagos, Kairo, Kinshasa und Johannesburg. Migration, wirtschaftliche Chancen und Bildungschancen prägen die demografische Entwicklung und die soziale Struktur des Kontinents.
Ethnische Vielfalt
Afrika ist einer der ethnisch vielfältigsten Kontinente der Erde mit über 3.000 unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Jede Gruppe besitzt eigene Traditionen, Sprachen, Bräuche und kulturelle Identitäten. Die größten ethnischen Gruppen sind unter anderem die Zulu, Hausa, Araber, Berber, Igbo und Amharen. Viele afrikanische Gesellschaften sind stark clan- oder stammesorientiert organisiert. Diese ethnische Vielfalt spiegelt sich in Musik, Tanz, Kleidung, Kunsthandwerk und Festen wider. Konflikte und Kooperationen zwischen verschiedenen Gruppen prägen die politische und soziale Landschaft vieler Länder. Migration innerhalb Afrikas und historische Handelsrouten haben zu kulturellen Vermischungen geführt. Die ethnische Vielfalt ist eine zentrale Stärke Afrikas, trägt aber auch zu komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen und politischen Spannungen bei.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang | Berg / Gipfel | Höhe (Meter) | Gebirge / Massiv | Land |
| 1 | Kibo (Uhuru Peak) | 5.895 m | Kilimandscharo | Tansania |
| 2 | Batian | 5.199 m | Mount Kenya | Kenia |
| 3 | Mount Stanley (Margherita Peak) | 5.109 m | Ruwenzori-Gebirge | Uganda / DR Kongo |
| 4 | Mawenzi | 5.148 m | Kilimandscharo | Tansania |
| 5 | Mount Speke | 4.890 m | Ruwenzori-Gebirge | Uganda / DR Kongo |
| 6 | Mount Baker | 4.844 m | Ruwenzori-Gebirge | Uganda / DR Kongo |
| 7 | Mount Emin | 4.798 m | Ruwenzori-Gebirge | Uganda / DR Kongo |
| 8 | Mount Gessi | 4.715 m | Ruwenzori-Gebirge | Uganda / DR Kongo |
| 9 | Mount Meru (Socialist Peak) | 4.562 m | Arusha-Nationalpark | Tansania |
| 10 | Ras Dashen | 4.550 m | Äthiopisches Hochland | Äthiopien |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | Name des Sees | Fläche (ca.) | Max. Tiefe (ca.) | Anrainerstaaten | Besondere Merkmale |
| 1 | Victoriasee | 68.870 km² | 84 m | Tansania, Uganda, Kenia | Größter See Afrikas und flächenmäßig zweitgrößter Süßwassersee der Welt. |
| 2 | Tanganjikasee | 32.900 km² | 1.470 m | Tansania, DR Kongo, Sambia, Burundi | Zweittiefster See der Welt nach dem Baikalsee; größter See Afrikas nach Volumen. |
| 3 | Malawisee (Nyasasee) | 29.600 km² | 706 m | Malawi, Mosambik, Tansania | Neunttiefster See der Welt; Heimat der meisten Fischarten weltweit (endemische Buntbarsche). |
| 4 | Tschadsee | 1.350 – 25.000 km² | 10 m | Tschad, Kamerun, Niger, Nigeria | Sehr flach; seine Fläche variiert stark je nach Jahreszeit und Niederschlag. |
| 5 | Albertsee | 5.300 km² | 58 m | Uganda, DR Kongo | Teil des Systems des Weißen Nils; viertgrößter See in Uganda. |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Name des Flusses | Länge (ca.) | Einzugsgebiet (km²) | Mündung | Wichtige Anrainerstaaten |
| 1 | Nil | 6.650 km | 3.255.000 | Mittelmeer | Ägypten, Sudan, Uganda, Äthiopien u. a. (11 Staaten) |
| 2 | Kongo (oder Zaire) | 4.700 km | 3.700.000 | Atlantik | DR Kongo, Rep. Kongo, Angola, Sambia u. a. |
| 3 | Niger | 4.200 km | 2.118.000 | Atlantik (Golf von Guinea) | Nigeria, Niger, Mali, Guinea u. a. |
| 4 | Sambesi | 2.574 km | 1.390.000 | Indischer Ozean | Sambia, Angola, Simbabwe, Mosambik u. a. |
| 5 | Orange (mit Vaal) | 2.200 km | 941.000 | Atlantik | Südafrika, Lesotho, Namibia |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Stadt | Einwohner (ca.) | Land | Besondere Merkmale |
| 1 | Kinshasa | ~ 16,3 Millionen | Demokratische Republik Kongo | Hauptstadt; liegt am Kongo-Fluss; schnell wachsende Megastadt. |
| 2 | Lagos | ~ 15,9 Millionen | Nigeria | Wichtigste Wirtschaftsmetropole und Hafenstadt Nigerias; liegt an der Atlantikküste. |
| 3 | Kairo | ~ 10,1 Millionen | Ägypten | Hauptstadt; historisches und kulturelles Zentrum; am Nil gelegen. |
| 4 | Luanda | ~ 9,1 Millionen | Angola | Hauptstadt; wichtige Hafen- und Ölmetropole. |
| 5 | Abidjan | ~ 5,6 Millionen | Elfenbeinküste | Wirtschaftszentrum und ehemalige Hauptstadt; wichtigster Hafen Westafrikas. |
| 6 | Daressalam | ~ 5,4 Millionen | Tansania | Wichtigste Hafenstadt und Handelszentrum; ehemalige Hauptstadt. |
| 7 | Alexandria | ~ 5,3 Millionen | Ägypten | Zweitgrößte Stadt Ägyptens; historisch bedeutende Hafenstadt am Mittelmeer. |
| 8 | Johannesburg | ~ 4,8 Millionen | Südafrika | Wirtschaftliches und finanzielles Zentrum Südafrikas; nicht am Wasser gelegen. |
| 9 | Kapstadt (Cape Town) | ~ 4,8 Millionen | Südafrika | Gesetzgebende Hauptstadt; liegt am Tafelberg und am Meer. |
| 10 | Nairobi | ~ 4,4 Millionen | Kenia | Hauptstadt; wichtiges politisches und wirtschaftliches Zentrum Ostafrikas. |
Asien
Asien ist der größte Kontinent der Erde und erstreckt sich über rund 44,5 Millionen Quadratkilometer. Er umfasst etwa ein Drittel der gesamten Landfläche des Planeten. Asien ist geografisch äußerst vielfältig und reicht von den arktischen Regionen Sibiriens bis zu den tropischen Zonen Südostasiens. Der Kontinent wird von zahlreichen Gebirgssystemen geprägt, darunter dem Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt. Der Mount Everest in Nepal und China ist mit 8.848 Metern der höchste Berg der Erde. Große Flusssysteme wie Jangtse, Huang He, Ganges, Indus und Mekong versorgen riesige landwirtschaftliche und urbane Regionen. Asien besitzt auch einige der größten Wüsten der Welt, darunter die Gobi und die Arabische Wüste. Seen wie das Kaspische Meer, der Baikalsee und der Aralsee prägen ebenfalls die Landschaft. Das Klima in Asien reicht von extremen Kälteperioden in Sibirien bis zu feucht-tropischen Monsunregionen in Südasien. Die Monsunwinde beeinflussen große Teile des Kontinents und bestimmen die landwirtschaftlichen Zyklen. Asien ist auch geologisch aktiv, besonders entlang des Pazifischen Feuerrings, wo Erdbeben und Vulkanausbrüche häufig auftreten. Der Kontinent beheimatet mehr als 4,7 Milliarden Menschen und ist damit der bevölkerungsreichste Kontinent der Welt. Länder wie China und Indien zählen zu den bevölkerungsreichsten Staaten überhaupt. Die kulturelle Vielfalt ist enorm und umfasst hunderte Ethnien, Sprachen und religiöse Traditionen. Große Weltreligionen wie Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam haben ihren Ursprung in Asien. Der Kontinent verfügt über einige der ältesten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte, etwa in Mesopotamien, China und Indien. Wirtschaftlich ist Asien sehr dynamisch und umfasst sowohl Hochtechnologiestandorte wie Japan, Südkorea und Singapur als auch aufstrebende Wirtschaftsmächte wie Indien, China und Vietnam. Rohstoffe wie Erdöl, Gas und seltene Erden spielen in vielen Ländern eine wichtige Rolle. Asien ist ein globaler Verkehrs- und Handelsknotenpunkt, insbesondere über die Seidenstraßenrouten. Megastädte wie Tokio, Shanghai, Mumbai, Bangkok und Jakarta prägen die urbane Landschaft. Trotz wirtschaftlicher Fortschritte bestehen Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, Umweltverschmutzung und politische Konflikte. Der Kontinent besitzt eine reiche Naturvielfalt, von sibirischen Wäldern über tropische Regenwälder bis hin zu Hochgebirgsregionen. Asien ist ein Kontinent der Extreme, der Gegensätze und der beeindruckenden kulturellen und natürlichen Vielfalt.
Alle Länder
Ostasien
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| China | Peking | Die bevölkerungsreichste Nation und zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. |
| Japan | Tokio | Eine der führenden Industrienationen; ein Inselstaat, bekannt für seine Technologie und Kultur. |
| Mongolei | Ulan Bator | Binnenstaat, Heimat der Nomadenkultur, mit geringer Bevölkerungsdichte. |
| Nordkorea | Pjöngjang | Ein politisch isolierter Staat mit starker militärischer Betonung. |
| Südkorea | Seoul | Hoch entwickelte Wirtschaftsmacht, führend in Technologie und Popkultur (K-Pop). |
Südostasien
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Brunei | Bandar Seri Begawan | Kleiner, reicher Sultanat auf Borneo, dessen Wohlstand auf Erdöl und Erdgas basiert. |
| Indonesien | Jakarta/Nusantara | Der größte Inselstaat und die drittgrößte Demokratie der Welt. |
| Kambodscha | Phnom Penh | Bekannt für die Tempelanlagen von Angkor Wat; kämpft mit den Folgen des Khmer-Rouge-Regimes. |
| Laos | Vientiane | Binnenstaat, geprägt vom Mekong; einer der wenigen sozialistischen Staaten. |
| Malaysia | Kuala Lumpur | Vielfältige ethnische und religiöse Bevölkerung; wichtige Exporte von Elektronik und Palmöl. |
| Myanmar | Naypyidaw | (Ehemals Birma); reich an Bodenschätzen, jedoch oft von politischen Konflikten geprägt. |
| Philippinen | Manila | Inselstaat mit starkem spanischen und amerikanischen Einfluss; katholisch geprägt. |
| Singapur | Singapur | Ein hochentwickelter Stadtstaat und ein globales Finanz- und Handelszentrum. |
| Thailand | Bangkok | Das einzige Land Südostasiens, das nie kolonisiert wurde; starker Tourismus. |
| Osttimor | Dili | Der jüngste Staat in Südostasien (Unabhängigkeit 2002); ehemals portugiesische Kolonie. |
| Vietnam | Hanoi | Land mit langer Geschichte und starkem Wirtschaftswachstum; wichtiger Reisexporteur. |
Südasien
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Afghanistan | Kabul | Binnenstaat, seit Langem von Konflikten betroffen; geografisch oft auch Zentralasien zugeordnet. |
| Bangladesch | Dhaka | Eines der dichtbesiedeltsten Länder der Welt; liegt im Ganges-Brahmaputra-Delta. |
| Bhutan | Thimphu | Binnenstaat im Himalaya; misst den Erfolg am Bruttonationalglück (BNG). |
| Indien | Neu-Delhi | Die bevölkerungsreichste Nation der Welt; größte Demokratie; IT- und Dienstleistungszentrum. |
| Malediven | Malé | Inselstaat im Indischen Ozean; liegt sehr tief und ist durch den Klimawandel bedroht. |
| Nepal | Kathmandu | Binnenstaat im Himalaya; beherbergt den Mount Everest; hinduistisch und buddhistisch geprägt. |
| Pakistan | Islamabad | Atomwaffenbesitzender Staat; wichtige Industrien sind Textilien und Landwirtschaft. |
| Sri Lanka | Colombo | Inselstaat südlich von Indien; bekannt für Teeplantagen und touristische Strände. |
Vorderasien (Westasien/Naher Osten)
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Armenien | Jerewan * | Binnenstaat im Kaukasus; war das erste Land, das das Christentum als Staatsreligion annahm. |
| Aserbaidschan | Baku * | Liegt am Kaspischen Meer; reich an Öl- und Gasvorkommen. |
| Bahrain | Manama | Inselstaat im Persischen Golf; wichtiges Finanzzentrum. |
| Georgien | Tiflis * | Land im Kaukasus mit alter Kultur und Weinbautradition. |
| Irak | Bagdad | Historisch Mesopotamien; großes Erdölvorkommen; seit Jahrzehnten instabil. |
| Iran | Teheran | (Ehemals Persien); große Regionalmacht; bekannt für seine religiöse Regierung. |
| Israel | Jerusalem | Ein Zentrum des Judentums; hochentwickelte Wirtschaft und Technologie. |
| Jemen | Sanaa | Eines der ärmsten Länder der Region; leidet unter einem andauernden Bürgerkrieg. |
| Jordanien | Amman | Ein relativ stabiles Königreich; beherbergt die antike Stätte Petra. |
| Katar | Doha | Eines der reichsten Länder der Welt dank riesiger Gasreserven. |
| Kuwait | Kuwait-Stadt | Ölreiches Land am Persischen Golf; lange Geschichte als wichtiges Handelszentrum. |
| Libanon | Beirut | Kleines Land mit großer kultureller Vielfalt, leidet unter politischer und wirtschaftlicher Krise. |
| Oman | Maskat | Sultanat auf der Arabischen Halbinsel; strategisch wichtige Lage an der Straße von Hormus. |
| Saudi-Arabien | Riad | Das größte Land der Arabischen Halbinsel; Sitz der heiligen islamischen Stätten Mekka und Medina. |
| Syrien | Damaskus | Eines der ältesten Siedlungsgebiete der Welt; seit 2011 im Bürgerkrieg. |
| Türkei | Ankara * | Strategisch wichtige Brücke zwischen Europa und Asien; Teil der NATO. |
| Vereinigte Arabische Emirate | Abu Dhabi | Föderation von sieben Emiraten; Finanz- und Handelszentrum (Dubai). |
| Zypern | Nikosia * | Insel im Mittelmeer; geografisch zu Asien, politisch und kulturell zu Europa. |
Zentralasien
| Land | Hauptstadt | Kurzinformation |
| Kasachstan | Astana * | Flächenmäßig das größte Binnenland der Welt; reich an Öl und Uran. |
| Kirgisistan | Bischkek | Bergiges Binnenland; war lange Teil der historischen Seidenstraße. |
| Tadschikistan | Duschanbe | Binnenstaat, größtenteils vom Pamir-Gebirge bedeckt. |
| Turkmenistan | Aschgabat | Binnenstaat, bekannt für Erdgasvorkommen und strenge politische Führung. |
| Usbekistan | Taschkent | Binnenstaat mit historischen Städten wie Samarkand und Buchara (Seidenstraße). |
Geologische Beschaffenheit
Asien liegt auf mehreren großen tektonischen Platten, darunter der Eurasischen, Indischen, Arabischen und Pazifischen Platte. Die Kollision der Indischen Platte mit der Eurasischen Platte führte zur Entstehung des Himalaya, des höchsten Gebirgssystems der Erde. Entlang des Pazifischen Feuerrings ist Asien stark von Vulkanismus und häufigen Erdbeben geprägt. In Sibirien dominieren sehr alte, stabile Schild- und Kratongebiete, die zu den ältesten Gesteinsformationen der Welt zählen. Zentralasien besteht aus ausgedehnten Beckenlandschaften, Hochplateaus und gefalteten Gebirgsketten wie dem Tian Shan und dem Pamir. Im Nahen Osten finden sich große Sedimentbecken, die reich an Erdöl und Erdgas sind. Viele bedeutende Flusssysteme Asiens durchschneiden geologisch komplexe Regionen, die durch Hebung und Erosion geformt wurden. Die geologische Vielfalt Asiens schafft beeindruckende Landschaften und ist zugleich Grundlage für enorme Ressourcenreichtümer.
Klima
Asien besitzt aufgrund seiner enormen Ausdehnung eine außergewöhnliche klimatische Vielfalt. Im Norden herrschen arktische und subarktische Klimazonen mit extrem kalten Wintern, besonders in Sibirien. Zentralasien ist geprägt von trockenem Wüsten- und Steppenklima, das starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht aufweist. In Südasien und Südostasien dominiert das tropische Monsunklima, das von stark saisonabhängigen Regenfällen bestimmt wird. Der Sommermonsun bringt große Niederschlagsmengen, während der Wintermonsun trockene Phasen verursacht. Im Nahen Osten finden sich ausgedehnte Trockengebiete mit heißen Wüstenklimata. Ostasien besitzt gemäßigte Klimazonen mit kalten Wintern und warmen, feuchten Sommern. Insgesamt führt die enorme geografische Breite des Kontinents zu einem der vielfältigsten Klimaspektren der Erde.
Ethnische Vielfallt
Asien ist einer der ethnisch vielfältigsten Kontinente der Welt mit Hunderten von Ethnien und Volksgruppen. In China leben zum Beispiel 56 offiziell anerkannte Ethnien, darunter Han, Zhuang und Hui. Indien weist eine enorme Vielfalt mit Hunderten von Kasten und Volksgruppen auf, darunter Hindi-, Tamil- und Bengali sprechende Gemeinschaften. Der Nahe Osten ist Heimat zahlreicher arabischer, kurdischer, persischer und turksprachiger Völker. Südostasien beheimatet ethnische Gruppen wie Khmer, Thai, Viet und viele indigene Stämme. Zentralasien ist geprägt von Nomadenvölkern wie Kasachen, Kirgisen und Usbeken. Diese ethnische Vielfalt spiegelt sich in Sprache, Religion, Kleidung, Musik und kulturellen Bräuchen wider. Die ethnische Vielfalt Asiens führt zu kulturellem Reichtum, aber auch zu sozialen und politischen Herausforderungen in vielen Regionen.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang | Berg | Höhe (Meter) | Gebirge | Lage (Land) |
| 1 | Mount Everest | 8.848,86 | Himalaya | Nepal / China (Tibet) |
| 2 | K2 | 8.611 | Karakorum | Pakistan / China |
| 3 | Kangchenjunga | 8.586 | Himalaya | Nepal / Indien |
| 4 | Lhotse | 8.516 | Himalaya | Nepal / China (Tibet) |
| 5 | Makalu | 8.485 | Himalaya | Nepal / China (Tibet) |
| 6 | Cho Oyu | 8.188 | Himalaya | Nepal / China (Tibet) |
| 7 | Dhaulagiri I | 8.167 | Himalaya | Nepal |
| 8 | Manaslu | 8.163 | Himalaya | Nepal |
| 9 | Nanga Parbat | 8.126 | Himalaya | Pakistan |
| 10 | Annapurna I | 8.091 | Himalaya | Nepal |
Alle Länder
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (km²) | Lage (Länder) | Anmerkung |
| 1 | Kaspisches Meer | ca. 371.000 | Russland *, Kasachstan, Iran, Aserbaidschan, Turkmenistan | Der größte See der Welt; liegt an der Grenze zwischen Asien und Europa. |
| 2 | Baikalsee | 31.722 | Russland | Der volumenreichste und tiefste See der Welt (größter Süßwasserspeicher). |
| 3 | Balchaschsee | 16.400 | Kasachstan | Salzig im Osten, Süßwasser im Westen; stark von Zuflüssen abhängig. |
| 4 | Aralsee (Überreste) | ca. 14.000 (stark geschrumpft) | Kasachstan, Usbekistan | Früher viel größer; größtenteils ausgetrocknet durch Wasserentnahme. |
| 5 | Yssyk-Köl | 6.200 | Kirgisistan | Salzwassersee, der nie zufriert („Warmer See“). |
| 6 | Qinghai-See (Koko Nor) | 4.317 | China | Der größte Salzsee in China; liegt auf dem tibetischen Hochplateau. |
| 7 | Khanka-See | 4.190 | Russland / China | Großer Süßwassersee an der Grenze, wichtig für Vögel. |
| 8 | Dongting-See | ca. 3.000 (stark schwankend) | China | Ein wichtiges Überflutungsgebiet des Jangtsekiang; Fläche variiert saisonal stark. |
| 9 | Toba-See | 1.130 | Indonesien (Sumatra) | Der größte vulkanische See der Welt (Kaldera-See). |
| 10 | Urmia-See | ca. 1.200 (stark geschrumpft) | Iran | Extrem salzhaltiger See, dessen Fläche in den letzten Jahrzehnten drastisch abgenommen hat. |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Fluss | Länge (km) | Lage (Länder) | Anmerkung |
| 1 | Jangtsekiang (Chang Jiang) | 6.300 | China | Der längste Fluss Asiens und der drittlängste der Welt. |
| 2 | Gelber Fluss (Huang He) | 5.464 | China | Der zweitlängste Fluss Chinas; historisch bedeutend. |
| 3 | Lena | 4.472 | Russland (Sibirien) | Fließt durch Sibirien und mündet in den Arktischen Ozean. |
| 4 | Irtysch | 4.248 | Mongolei, China, Kasachstan, Russland | Der längste Nebenfluss der Welt (Nebenfluss des Ob). |
| 5 | Ob | 3.650 | Russland (Sibirien) | Mit dem Irtysch bildet er ein großes Flusssystem, mündet in den Arktischen Ozean. |
| 6 | Mekong | 4.023 (oft 4.350 genannt) | China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam | Wichtigster Fluss Südostasiens; bildet ein riesiges Delta. |
| 7 | Jenissei | 4.090 | Mongolei, Russland (Sibirien) | Bildet mit der Angara ein großes sibirisches Flusssystem. |
| 8 | Indus | 3.180 | China (Tibet), Indien, Pakistan | Der wichtigste Fluss Pakistans; Wiege der Indus-Kultur. |
| 9 | Brahmaputra | 2.900 | China (Tibet), Indien, Bangladesch | Wichtig für Bewässerung und Transport; mündet in den Golf von Bengalen. |
| 10 | Amur (Heilong Jiang) | 2.824 | Russland, China | Bildet einen Großteil der Grenze zwischen dem Fernen Osten Russlands und China. |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Metropolregion | Land | Geschätzte Einwohnerzahl (Millionen) | Anmerkung |
| 1 | Tokio-Yokohama | Japan | 37,3 – 39,1 | Die größte Metropolregion der Welt. |
| 2 | Delhi (National Capital Territory) | Indien | 31,8 – 32,9 | Beinhaltet die indische Hauptstadt Neu-Delhi. |
| 3 | Shanghai | China | 22,1 – 28,5 | Wichtigstes Finanz- und Handelszentrum Chinas. |
| 4 | Jakarta | Indonesien | 28,5 – 35,4 | Die schnell wachsende Hauptstadt Indonesiens. |
| 5 | Dhaka | Bangladesch | 22,5 – 23,2 | Hauptstadt und extrem dicht besiedeltes Zentrum. |
| 6 | Mumbai (Bombay) | Indien | 21,0 – 22,2 | Finanzhauptstadt Indiens und Zentrum der Bollywood-Filmindustrie. |
| 7 | Peking (Beijing) | China | 20,3 – 21,8 | Hauptstadt und wichtigstes politisches Zentrum Chinas. |
| 8 | Osaka-Kōbe-Kyōto | Japan | 19,1 – 20,2 | Wichtige Wirtschaftsregion im Westen Japans. |
| 9 | Manila | Philippinen | 12,9 – 24,0 | Die Hauptstadtregion der Philippinen. |
| 10 | Karatschi | Pakistan | 15,3 – 16,6 | Wichtigste Hafenstadt und größtes Wirtschaftszentrum Pakistans. |
Australien/Ozeanien
Australien und Ozeanien bilden den kleinsten der sieben Kontinente und bestehen aus dem australischen Festland, Tasmanien, Neuseeland sowie Tausenden von Inseln im Pazifik. Die Region umfasst sowohl große Landmassen als auch weit verstreute Inselgruppen wie Polynesien, Melanesien und Mikronesien. Australien dominiert flächenmäßig und umfasst riesige Wüsten, tropische Küsten und ausgedehnte Gebirgszüge. Neuseeland besteht aus zwei großen Hauptinseln, die durch ihre vulkanischen Ursprünge äußerst gebirgig sind. Die pazifischen Inselstaaten sind oft vulkanischen oder korallenartigen Ursprungs. Die geografische Isolation hat zur Entwicklung einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt geführt. Viele Arten sind endemisch, also nur dort zu finden. Australien und Ozeanien besitzen eine enorme kulturelle Vielfalt, geprägt von indigenen Völkern wie den Aborigines, Torres-Strait-Insulanern und polynesischen Kulturen. Die europäischen Entdeckungen im 18. Jahrhundert veränderten die Region tiefgreifend. Heute gehören Australien und Neuseeland zu den wirtschaftlich stärksten Ländern der Region. Die Inselstaaten im Pazifik hingegen kämpfen oft mit begrenzten Ressourcen und den Folgen des Klimawandels. Der Kontinent ist reich an Naturwundern wie dem Great Barrier Reef und den neuseeländischen Alpen. Die politischen Systeme reichen von Monarchien über Republiken bis hin zu besonderen Territorialformen. Die Sprachenvielfalt ist außergewöhnlich hoch, insbesondere in Melanesien. Viele Teile des Kontinents sind dünn besiedelt, da große Flächen aus Wüste oder tropischen Regenwäldern bestehen. Der Kontinent hat eine lange Verbindung zu Seefahrt und Navigation, vor allem durch die polynesischen Völker. In Ozeanien spielt der Schutz der Natur eine besonders große Rolle. Viele Inseln sind stark vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Tourismus ist für viele Länder der Region ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Insgesamt gilt Australien und Ozeanien als eine Region der Kontraste: zwischen großen Industriestaaten und kleinen Inselgemeinschaften, zwischen trockenen Wüsten und üppigen Tropen, zwischen modernen Städten und indigenen Traditionen. Die Zukunft der Region wird stark von Klimaentwicklung, internationaler Zusammenarbeit und dem Erhalt der einzigartigen Ökosysteme geprägt sein.
Alle Länder
| Land | Hauptstadt | Hauptregion (Geographisch) |
| Australien | Canberra | Australasien |
| Fidschi | Suva | Melanesien |
| Kiribati | Tarawa | Mikronesien |
| Marshallinseln | Majuro | Mikronesien |
| Mikronesien (Föderierte Staaten von) | Palikir | Mikronesien |
| Nauru | Yaren (de facto) | Mikronesien |
| Neuseeland | Wellington | Australasien / Polynesien |
| Palau | Ngerulmud | Mikronesien |
| Papua-Neuguinea | Port Moresby | Melanesien |
| Salomonen | Honiara | Melanesien |
| Samoa | Apia | Polynesien |
| Tonga | Nuku’alofa | Polynesien |
| Tuvalu | Funafuti | Polynesien |
| Vanuatu | Port Vila | Melanesien |
Geologische Beschaffenheit
Australien besteht überwiegend aus sehr alten, stabilen Gesteinsformationen, die zu den ältesten der Erde gehören. Das australische Schild prägt den Kontinent und umfasst große Wüsten, Plateaus und Gebirgsketten. Neuseeland hingegen liegt auf der Grenze zweier tektonischer Platten, was zu aktiver Vulkanität und häufigen Erdbeben führt. Die pazifischen Inseln sind geologisch sehr unterschiedlich: Einige sind vulkanischen Ursprungs, andere bestehen aus Korallenatollen. Besonders die „Ring of Fire“-Region erzeugt zahlreiche aktive Vulkane und geothermale Gebiete. Koralleninseln entwickeln sich über lange Zeiträume durch das Wachstum von Riffen und das Absinken früherer Vulkane. Viele Inseln sind jungen Ursprungs und verändern sich stetig durch Erosion und tektonische Bewegungen. Insgesamt ist die Region geprägt durch eine Mischung aus uralten Kontinentalblöcken und sehr jungen vulkanischen Strukturen.
Klima
Das Klima Australiens reicht von tropisch im Norden bis zu gemäßigt im Süden, mit extrem trockenen Bedingungen im Landesinneren. Neuseeland besitzt ein gemäßigtes, maritimes Klima mit milden Temperaturen und hoher Niederschlagsvariabilität. Die pazifischen Inseln haben überwiegend tropisches bis subtropisches Klima mit geringen jahreszeitlichen Schwankungen. Viele Regionen sind stark von Zyklonen betroffen, besonders in den Sommermonaten. Australien erlebt häufig Dürren, die durch El Niño verstärkt werden. Gleichzeitig bedrohen Buschbrände immer wieder große Gebiete des Landes. In Ozeanien beeinflussen Passatwinde und Meeresströmungen maßgeblich die Wetterverhältnisse. Der Klimawandel wirkt sich in der Region besonders stark aus, da viele Inselstaaten durch den Meeresspiegelanstieg gefährdet sind.
Bevölkerung
Australien und Neuseeland stellen den Großteil der Bevölkerung des Kontinents. Australien ist dünn besiedelt, mit einer starken Konzentration entlang der Küstenstädte. Neuseeland hat eine moderate Bevölkerungsdichte und eine wachsende urbane Bevölkerung. Die pazifischen Inselstaaten weisen große Unterschiede in Bevölkerungszahl und -dichte auf. Viele Inseln haben junge Bevölkerungen mit hohen Geburtenraten. Migration spielt eine wichtige Rolle, besonders für Australien und Neuseeland. Indigene Völker besitzen kulturell bedeutende Gemeinschaften, deren Sprachen und Traditionen zunehmend revitalisiert werden. Insgesamt ist die Bevölkerungsstruktur stark durch koloniale Geschichte, Mobilität und kulturelle Vielfalt geprägt.
Ethnische Vielfalt
Die ethnische Vielfalt der Region ist außergewöhnlich, besonders in Melanesien mit seinen Hunderten von Sprachen und Kulturen. Australien ist geprägt durch die Aborigines und Torres-Strait-Insulaner, deren Kulturen zu den ältesten der Welt gehören. Neuseeland ist stark von der Maori-Kultur beeinflusst, die eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielt. Polynesische Völker bilden das kulturelle Herz vieler Inselstaaten im Pazifik. Migration aus Asien und Europa hat die Bevölkerungen Australiens und Neuseelands stark verändert. Viele Gemeinschaften leben ihre traditionellen Rituale, Musik und Kunstformen weiterhin aktiv aus. Auf kleinen Inseln sind ethnische Gruppen oft sehr homogen, während Großstädte multikulturelle Zentren bilden. Die Vielfalt der Region trägt wesentlich zur kulturellen Identität und zum sozialen Austausch bei.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang | Berg | Höhe (m) | Gebirge/Ort | Staat |
| 1 | Mount Wilhelm (Mount Wilhem) | 4884 | Bismarck-Gebirge | Papua-Neuguinea |
| 2 | Puncak Jaya (Carstensz-Pyramide) | 4884 | Maokegebirge | Indonesien (West-Neuguinea) |
| 3 | Puncak Mandala | 4760 | Jayawijaya-Gebirge | Indonesien (West-Neuguinea) |
| 4 | Mount Giluwe | 4368 | Southern Highlands | Papua-Neuguinea |
| 5 | Aoraki / Mount Cook | 3724 | Neuseeländische Alpen | Neuseeland |
| 6 | Mount Kosciuszko | 2228 | Snowy Mountains | Australien |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (km²) | Lage | Staat |
| 1 | Lake Eyre / Kati Thanda (im Durchschnitt) | 9500 (bis zu 15.000 bei Füllung) | Südaustralien | Australien |
| 2 | Lake Torrens | 5747 | Südaustralien | Australien |
| 3 | Lake Gairdner | 4351 | Südaustralien | Australien |
| 4 | Lake Mackay | 3494 | Westaustralien / Northern Territory | Australien |
| 5 | Lake Vanapu | 2030 | Westaustralien | Australien |
| 6 | Lake Murray | 2000 | Western Province | Papua-Neuguinea |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Fluss | Länge (km) | Mündung | Staat |
| 1 | Murray-Darling-System | 3672 (Murray: 2508) | Große Australische Bucht | Australien |
| 2 | Murrumbidgee River | 1488 | Murray River | Australien |
| 3 | Lachlan River | 1472 | Murrumbidgee River | Australien |
| 4 | Cooper Creek (Barcoo River / Thomson River) | 1400 | Lake Eyre | Australien |
| 5 | Warrego River | 1380 | Darling River | Australien |
| 6 | Fly River | 1050 | Golf von Papua | Papua-Neuguinea |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Stadt | Einwohnerzahl (Metropolregion) | Staat |
| 1 | Sydney | ca. 5.450.000 | Australien |
| 2 | Melbourne | ca. 5.150.000 | Australien |
| 3 | Brisbane | ca. 2.700.000 | Australien |
| 4 | Perth | ca. 2.300.000 | Australien |
| 5 | Adelaide | ca. 1.450.000 | Australien |
| 6 | Auckland | ca. 1.700.000 | Neuseeland |
Europa
Europa ist einer der kleinsten Kontinente der Erde, aber stark geprägt durch seine dichte Besiedlung und lange Kulturgeschichte. Der Kontinent umfasst eine große Vielfalt geografischer Räume, von arktischen Regionen bis hin zu mediterranen Landschaften. Europa gilt als Wiege vieler bedeutender Zivilisationen, darunter das antike Griechenland und das Römische Reich. Die industrielle Revolution nahm hier ihren Ursprung und veränderte die Welt nachhaltig. Europa besteht aus mehr als 40 souveränen Staaten, die politische, kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede aufweisen. Die Europäische Union ist eine der bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Bündnisse der Welt. Der Kontinent besitzt eine überaus reiche kulturelle Vielfalt, die sich in Sprachen, Traditionen, Religionen und Architektur widerspiegelt. Die europäische Geschichte ist stark von Kriegen, Machtverschiebungen und politischen Umbrüchen geprägt. Trotz dieser Konflikte entwickelte sich Europa zu einem Raum der Kooperation und des Friedens. Europas Landschaften reichen von Hochgebirgen wie den Alpen und Pyrenäen bis hin zu weitläufigen Ebenen. Der Kontinent verfügt über eine lange Küstenlinie, die von Atlantik, Nordsee, Ostsee und Mittelmeer geprägt ist. Viele Flüsse wie Rhein, Donau und Wolga spielen eine bedeutende Rolle bei Handel und Verkehr. Europa besitzt ein gemäßigtes Klima, das jedoch regionale Unterschiede aufweist. Die Wirtschaft des Kontinents zählt zu den stärksten weltweit und ist stark diversifiziert. Viele der global einflussreichsten wissenschaftlichen, künstlerischen und literarischen Werke stammen aus Europa. Auch heute ist Europa ein Zentrum für Bildung und Forschung. Seine Städte verbinden historische Architektur mit modernen urbanen Strukturen. Der Kontinent hat eine gut ausgebaute Infrastruktur, die Mobilität und Austausch erleichtert. Tourismus spielt eine große Rolle und zieht jährlich Millionen Besucher an. Die Bevölkerung Europas altert zunehmend, was gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringt. Europa liegt an der Grenze zwischen mehreren tektonischen Platten, was gelegentlich zu Erdbeben führt. Die Kulturlandschaften und Naturräume stehen zunehmend unter Schutz, um ihre Vielfalt zu erhalten. Insgesamt ist Europa ein Kontinent, der Tradition und Moderne auf einzigartige Weise verbindet. Die Zukunft Europas wird geprägt sein von internationaler Zusammenarbeit, technologischen Entwicklungen und nachhaltigem Wandel.
Alle Länder
| Region | Land | Hauptstadt |
| Westeuropa | Belgien | Brüssel |
| Frankreich | Paris | |
| Irland | Dublin | |
| Luxemburg | Luxemburg | |
| Monaco | Monaco | |
| Niederlande | Amsterdam | |
| Vereinigtes Königreich | London | |
| Nordeuropa | Dänemark | Kopenhagen |
| Estland | Tallinn | |
| Finnland | Helsinki | |
| Island | Reykjavík | |
| Lettland | Riga | |
| Litauen | Vilnius | |
| Norwegen | Oslo | |
| Schweden | Stockholm | |
| Südeuropa | Albanien | Tirana |
| Andorra | Andorra la Vella | |
| Bosnien und Herzegowina | Sarajevo | |
| Griechenland | Athen | |
| Italien | Rom | |
| Kroatien | Zagreb | |
| Malta | Valletta | |
| Montenegro | Podgorica | |
| Nordmazedonien | Skopje | |
| Portugal | Lissabon | |
| San Marino | San Marino | |
| Serbien | Belgrad | |
| Slowenien | Ljubljana | |
| Spanien | Madrid | |
| Vatikanstadt | Vatikanstadt | |
| Zypern | Nikosia | |
| Mitteleuropa | Deutschland | Berlin |
| Liechtenstein | Vaduz | |
| Österreich | Wien | |
| Polen | Warschau | |
| Schweiz | Bern | |
| Slowakei | Bratislava | |
| Tschechien | Prag | |
| Ungarn | Budapest | |
| Osteuropa | Belarus (Weißrussland) | Minsk |
| Bulgarien | Sofia | |
| Moldau | Chișinău | |
| Rumänien | Bukarest | |
| Ukraine | Kiew | |
| Transkontinentale Länder (teils in Asien) | Russland | Moskau |
| Türkei | Ankara | |
| Kasachstan | Astana | |
| Georgien | Tiflis | |
| Aserbaidschan | Baku |
Geologische Beschaffenheit
Europa ist geologisch sehr vielfältig und wird von mehreren tektonischen Platten beeinflusst, insbesondere der Eurasischen und der Afrikanischen Platte. Die Kollision dieser Platten führte zur Entstehung großer Gebirgsketten wie der Alpen und des Kaukasus. Nordeuropa besteht überwiegend aus alten kristallinen Schildgebieten, die während der Eiszeiten stark geformt wurden. West- und Mitteleuropa sind geprägt von Sedimentbecken, Ebenen und Mittelgebirgssystemen. Südeuropa weist eine hohe seismische Aktivität auf, da hier tektonische Spannungen besonders stark sind. Vulkanische Gebiete finden sich vor allem in Italien und Island. Die geologische Geschichte Europas ist eng mit den Eiszeiten verbunden, die Landschaften stark geformt und Flusssysteme verändert haben. Insgesamt zeigt der Kontinent eine Mischung aus sehr alten Gesteinsformationen und jungen Gebirgszügen.
Klima
Europa besitzt überwiegend ein gemäßigtes Klima, das jedoch starke regionale Unterschiede aufweist. Der Atlantik beeinflusst das Klima Westeuropas und sorgt für milde Winter und feuchte Sommer. In Nordeuropa herrschen subpolare bis polare Bedingungen, insbesondere in Skandinavien. Südeuropa hat ein mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und milden Wintern. Osteuropa weist ein kontinentales Klima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter auf. Gebirgsregionen wie die Alpen besitzen alpine Klimazonen mit kühlen Temperaturen und viel Niederschlag. Der Golfstrom spielt eine wichtige Rolle, indem er warme Luftmassen nach Europa bringt und das Klima milder macht. Der Klimawandel führt zu spürbaren Veränderungen wie häufigeren Hitzeperioden, veränderten Niederschlagsmustern und schmelzenden Gletschern.
Bevölkerung
Europa hat eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt, insbesondere in Westeuropa. Die Bevölkerung konzentriert sich stark in städtischen Räumen und entlang wirtschaftlich leistungsfähiger Regionen. Viele europäische Länder haben alternde Gesellschaften, was langfristig die Sozialsysteme belastet. Migration spielt eine zentrale Rolle bei der Bevölkerungsentwicklung und trägt zur kulturellen Vielfalt bei. Die Bevölkerungsdichte variiert stark zwischen kleinen, dicht besiedelten Staaten und großen, dünn bewohnten Regionen. Viele europäische Städte zählen zu den wirtschaftlich bedeutendsten Zentren der Welt. Bevölkerungswachstum ist in einigen Teilen Europas niedrig oder rückläufig. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Europa ein Raum hoher Lebensqualität und sozialer Stabilität.
Ethnische Vielfalt
Europa besitzt eine große ethnische Vielfalt, die durch Jahrtausende kultureller Entwicklung geprägt wurde. Germanische, romanische und slawische Völker stellen die größten ethnolinguistischen Gruppen dar. Darüber hinaus existieren zahlreiche kleinere Gruppen wie Basken, Samen, Sorben, Aromunen oder Tataren. Migration aus außereuropäischen Regionen hat die kulturelle Landschaft vieler Länder weiter verändert. In Europa haben sich zahlreiche regionale Identitäten und Traditionen erhalten, die bis heute gepflegt werden. Viele Staaten sind offiziell oder de facto multikulturelle Gesellschaften. Religiöse Vielfalt spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle, von Christentum über Islam bis hin zu kleineren Glaubensgemeinschaften. Die ethnische Vielfalt trägt entscheidend zur kulturellen Dynamik und historischen Tiefe des Kontinents bei.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge (Inklusive Kaukasus)
| Rang | Berg | Höhe (m) | Gebirge | Land/Grenze |
| 1 | Elbrus (Westgipfel) | 5642 | Kaukasus | Russland |
| 2 | Dychtau | 5205 | Kaukasus | Russland |
| 3 | Schchara | 5193 | Kaukasus | Georgien / Russland |
| 4 | Koschtantau | 5151 | Kaukasus | Russland |
| 5 | Pik Puschkin | 5100 | Kaukasus | Russland |
| 6 | Dzhangitau | 5085 | Kaukasus | Georgien / Russland |
| 7 | Kasbek | 5054 | Kaukasus | Georgien / Russland |
| 8 | Mizhrgi | 5025 | Kaukasus | Russland |
| 9 | Mont Blanc | 4805 – 4810* | Alpen | Frankreich / Italien |
| 10 | Mont Blanc de Courmayeur | 4748 | Alpen | Italien |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (km²) | Land/Grenze | Typ |
| 1 | Ladogasee | ca. 17.700 | Russland | Natursee |
| 2 | Onegasee | ca. 9.700 | Russland | Natursee |
| 3 | Kuibyschewer Stausee | ca. 6.450 | Russland | Stausee |
| 4 | Vänern | ca. 5.655 | Schweden | Natursee |
| 5 | Rybinsker Stausee | ca. 4.580 | Russland | Stausee |
| 6 | Saimaa | ca. 4.377 | Finnland | Seensystem |
| 7 | Peipussee | ca. 3.555 | Estland / Russland | Natursee |
| 8 | Zimljansker Stausee | ca. 2.700 | Russland | Stausee |
| 9 | Krementschuker Stausee | ca. 2.250 | Ukraine | Stausee |
| 10 | Kachowkaer Stausee | ca. 2.155 | Ukraine | Stausee |
| 11 | Vättern | ca. 1.893 | Schweden | Natursee |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Fluss | Länge (km) | Wichtigste Länder (Quell- und Mündungsländer) | Mündungsgewässer |
| 1 | Wolga | 3530 | Russland | Kaspisches Meer (Endorheisch) |
| 2 | Donau | 2850 | Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau, Ukraine | Schwarzes Meer |
| 3 | Ural | 2428 | Russland, Kasachstan | Kaspisches Meer (Endorheisch) |
| 4 | Dnepr | 2201 | Russland, Belarus, Ukraine | Schwarzes Meer |
| 5 | Don | 1870 | Russland | Asowsches Meer |
| 6 | Petschora | 1809 | Russland | Barentssee |
| 7 | Kama | 1805 | Russland | Wolga (Nebenfluss) |
| 8 | Oka | 1500 | Russland | Wolga (Nebenfluss) |
| 9 | Belaja | 1430 | Russland | Kama (Nebenfluss) |
| 10 | Dnjestr | 1362 | Ukraine, Moldau | Schwarzes Meer |
| 11 | Rhein | 1233 | Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Frankreich, Deutschland, Niederlande | Nordsee |
| 12 | Elbe | 1094 | Tschechien, Deutschland | Nordsee |
| 13 | Weichsel (Wisła) | 1047 | Polen | Ostsee |
| 14 | Loire | 1012 | Frankreich | Atlantik |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl der Kernstadt)
| Rang | Stadt | Einwohnerzahl (Kernstadt) | Land |
| 1 | Istanbul | ca. 15.9 Millionen | Türkei |
| 2 | Moskau | ca. 13.2 Millionen | Russland |
| 3 | London | ca. 8.8 Millionen | Vereinigtes Königreich |
| 4 | Sankt Petersburg | ca. 5.6 Millionen | Russland |
| 5 | Berlin | ca. 3.7 Millionen | Deutschland |
| 6 | Madrid | ca. 3.3 Millionen | Spanien |
| 7 | Kiew | ca. 3.0 Millionen | Ukraine |
| 8 | Rom | ca. 2.8 Millionen | Italien |
| 9 | Paris | ca. 2.1 Millionen | Frankreich |
| 10 | Wien | ca. 2.0 Millionen | Österreich |
Die größten Metropolregionen Europas (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Stadt/Region | Land | Einwohnerzahl (Metropolregion) | Anmerkung |
| 1 | Moskau | Russland | ca. 19.1 Millionen | Die größte Metropolregion in Europa. |
| 2 | Istanbul | Türkei | ca. 15.9 Millionen | Transkontinentale Stadt, der europäische Teil ist Teil der Metropolregion. |
| 3 | London | Vereinigtes Königreich | ca. 14.9 Millionen | Der größte Ballungsraum in Westeuropa (Greater London Urban Area). |
| 4 | Rhein-Ruhr-Region | Deutschland | ca. 13.0 Millionen | Polyzentrischer Ballungsraum (keine einzelne Kernstadt). |
| 5 | Paris | Frankreich | ca. 12.4 Millionen | Die Metropolregion Île-de-France. |
| 6 | Madrid | Spanien | ca. 6.9 Millionen | Größter urbaner Raum der Iberischen Halbinsel. |
| 7 | Sankt Petersburg | Russland | ca. 6.5 Millionen | Wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. |
| 8 | Barcelona | Spanien | ca. 5.8 Millionen | Zentrum Kataloniens. |
| 9 | Berlin | Deutschland | ca. 5.5 Millionen | Größte Metropolregion in Ostdeutschland. |
| 10 | Hamburg | Deutschland | ca. 5.4 Millionen | Wichtigster deutscher Hafen. |
| 11 | Mailand | Italien | ca. 4.3 Millionen | Das italienische Wirtschafts- und Finanzzentrum. |
| 12 | Rom | Italien | ca. 4.2 Millionen | Die Hauptstadt und politisches Zentrum Italiens. |
Mittelamerika/Karibik
Mittelamerika und die Karibik bilden eine vielfältige Region, die den Übergang zwischen Nord- und Südamerika darstellt. Diese geografische Zone umfasst sieben Länder auf dem mittelamerikanischen Festland sowie zahlreiche Inselstaaten und Territorien im Karibischen Meer. Die Region ist geprägt durch tropische Landschaften, üppige Regenwälder und eine enorme Artenvielfalt. Viele Länder Mittelamerikas besitzen aktive Vulkane, die das Landschaftsbild deutlich formen. Die Karibik hingegen ist berühmt für ihre Inselwelten, Korallenriffe und weißen Sandstrände. Historisch wurde die Region stark von indigenen Kulturen, vor allem den Maya und Taíno, geprägt. Die europäische Kolonisation führte zu tiefgreifenden Veränderungen in Kultur, Sprache und Wirtschaft. Heute spiegelt die Region eine Mischung aus indigenen Traditionen, afrikanischen Einflüssen und europäischen Erbe wider. Mittelamerika verbindet Nord- und Südamerika auch wirtschaftlich und politisch. Der Panamakanal ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Welt und hat die globale Schifffahrt revolutioniert. Die Karibik ist stark vom Tourismus abhängig, der für viele Inselstaaten die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Dennoch bestehen große wirtschaftliche Unterschiede zwischen den Ländern. Die Region ist stark vom Klimawandel betroffen, insbesondere durch steigende Meeresspiegel und stärkere Hurrikane. Sprachlich dominiert Spanisch, aber auch Englisch, Französisch, Niederländisch und zahlreiche Kreolsprachen sind weit verbreitet. Viele Länder der Region verfügen über eine sehr junge Bevölkerung. Die politischen Systeme reichen von stabilen Demokratien bis hin zu Staaten mit wiederkehrenden Krisen. Die Kultur der Region ist geprägt von Musikstilen wie Reggae, Salsa, Merengue und Calypso. Die Karibik besitzt zudem eine lebendige Literaturszene mit international bekannten Autoren. Mittelamerika ist ein wichtiger Schwerpunkt der Biodiversität und beherbergt mehrere UNESCO-Welterbestätten von globaler Bedeutung. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Region ist äußerst dynamisch und kulturell reich, wobei Tradition und Moderne gleichermaßen präsent sind. Mittelamerika und die Karibik bilden zusammen einen faszinierenden Teil des amerikanischen Doppelkontinents. Ihre Zukunft wird stark durch internationale Kooperation, Klimaanpassung und soziale Entwicklungen geprägt sein.
Alle Länder
| Region | Land | Hauptstadt |
| Mittelamerika (Landbrücke) | Belize | Belmopan |
| Costa Rica | San José | |
| El Salvador | San Salvador | |
| Guatemala | Guatemala-Stadt | |
| Honduras | Tegucigalpa | |
| Nicaragua | Managua | |
| Panama | Panama-Stadt | |
| Karibik (Große Antillen) | Kuba | Havanna |
| Dominikanische Republik | Santo Domingo | |
| Haiti | Port-au-Prince | |
| Jamaika | Kingston | |
| Karibik (Kleine Antillen) | Antigua und Barbuda | St. John’s |
| Barbados | Bridgetown | |
| Dominica | Roseau | |
| Grenada | St. George’s | |
| St. Kitts und Nevis | Basseterre | |
| St. Lucia | Castries | |
| St. Vincent und die Grenadinen | Kingstown | |
| Trinidad und Tobago | Port of Spain | |
| Karibik (Bahamas/Turks- & Caicos-Inseln) | Bahamas | Nassau |
Geologische Beschaffenheit
Mittelamerika liegt auf mehreren tektonischen Platten, darunter der Karibischen und der Cocos-Platte, was häufige Erdbeben und aktive Vulkanismus begünstigt. Die Region bildet einen Teil des sogenannten „Pazifischen Feuerrings“. Viele Vulkane in Guatemala, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica zählen zu den aktivsten der Welt. Die Karibik besteht aus vulkanischen und korallenbildenden Inseln, die geologisch sehr unterschiedlich sind. Inseln wie Jamaika oder Kuba entstanden durch tektonische Hebungen und Faltungen. Inselketten wie die Kleinen Antillen jedoch sind vulkanischen Ursprungs und bis heute seismisch aktiv. Koralleninseln und Atolle entstanden durch das Wachstum von Riffen, oftmals über abgesunkenen Vulkanbergen. Insgesamt steht die Region geologisch unter starkem Einfluss tektonischer Prozesse, die ihre Landschaft kontinuierlich verändern.
Klima
Das Klima ist überwiegend tropisch, jedoch unterscheiden sich die Bedingungen erheblich zwischen Tiefland und Hochland. In den Küstengebieten herrscht heißes und feuchtes Wetter mit hohen Niederschlägen. Das Hochland Mittelamerikas besitzt ein milderes, gemäßigt-tropisches Klima. Die Karibik ist stark durch Passatwinde geprägt, die für gleichmäßige Temperaturen sorgen. Von Juni bis November tritt die Hurrikansaison auf, die besonders Inselstaaten erheblich gefährden kann. Trocken- und Regenzeiten bestimmen das Jahresklima vieler Länder. Der Klimawandel verstärkt Extremwetterereignisse und führt zu steigenden Meeresspiegeln, die viele Küsten bedrohen. In Gebirgsregionen kann es deutlich kühler sein, was eine große klimatische Vielfalt innerhalb der Region erzeugt.
Bevölkerung
Die Region hat eine sehr junge Bevölkerung mit hohen Geburtenraten in mehreren Ländern. Viele Menschen leben in städtischen Zentren, aber auch ländliche Regionen sind dicht bewohnt. Migration spielt eine bedeutende Rolle und beeinflusst die Bevölkerungsentwicklung stark. Die sozioökonomischen Unterschiede zwischen Stadt und Land sind groß. Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Möglichkeiten variieren stark zwischen den Ländern. Viele Menschen arbeiten in Landwirtschaft, Tourismus oder informellen Wirtschaftszweigen. Die Bevölkerung wächst weiterhin, auch wenn die Raten regional unterschiedlich sind. Insgesamt prägt eine Mischung aus Tradition, Dynamik und hoher kultureller Vielfalt die Gesellschaften der Region.
Ethnische Vielfalt
Die ethnische Vielfalt ist außergewöhnlich groß und spiegelt die komplexe Geschichte der Region wider. Indigene Gruppen wie Maya, Miskito, Kuna und viele andere prägen bis heute Kultur und Gesellschaft. Afrikanische Einflüsse, die aus der Kolonialzeit stammen, sind vor allem in der Karibik stark sichtbar. Kreolische Kulturen entwickelten sich aus der Mischung afrikanischer, europäischer und indigener Traditionen. In Mittelamerika ist die Mestizen-Bevölkerung – eine Mischung aus europäischer und indigener Abstammung – weit verbreitet. Europäische Einflüsse sind in Architektur, Religion und Sprachen deutlich spürbar. Zudem leben asiatische und nahöstliche Minderheiten in mehreren Ländern. Die kulturelle Vielfalt führt zu einer lebendigen Mischung aus Sprachen, Musik, Bräuchen und kulinarischen Traditionen.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang | Berg (Vulkan) | Höhe (Meter) | Region/Land | Anmerkung |
| 1 | Citlaltépetl (Pico de Orizaba) | 5.636 m | Mexiko (Mittelamerika) | Höchster Berg Mittelamerikas; ein ruhender Vulkan. |
| 2 | Popocatépetl | 5.426 m | Mexiko (Mittelamerika) | Ein aktiver Vulkan nahe Mexiko-Stadt. |
| 3 | Iztaccíhuatl | 5.230 m | Mexiko (Mittelamerika) | Vierthöchster Berg Mexikos; ruhender Vulkan. |
| 4 | Tajumulco | 4.220 m | Guatemala (Mittelamerika) | Höchster Punkt in Guatemala und Zentralamerika im engeren Sinne. |
| 5 | Tacaná | 4.092 m | Guatemala/Mexiko (Mittelamerika) | Aktiver Vulkan an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko. |
| 6 | Acatenango | 3.976 m | Guatemala (Mittelamerika) | Schichtvulkan, nahe dem Fuego. |
| 7 | Pico Duarte | 3.098 m | Dominikanische Republik (Karibik) | Höchster Berg der gesamten Karibik (Inselwelt). |
| 8 | Blue Mountain Peak | 2.256 m | Jamaika (Karibik) | Höchster Punkt Jamaikas, bekannt für den Kaffeeanbau. |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (km²) | Land | Anmerkung |
| 1 | Nicaraguasee (Cocibolca) | 8.264 | Nicaragua | Größter See Mittelamerikas; Süßwassersee mit Hai-Vorkommen. |
| 2 | Managuasee (Xolotlán) | 1.049 | Nicaragua | Liegt nördlich der Hauptstadt Managua. |
| 3 | Izabal-See | 589 | Guatemala | Größter See Guatemalas; durch den Río Dulce mit dem Karibischen Meer verbunden. |
| 4 | Lago de Chapala | 1.146 | Mexiko | Größter See Mexikos; wird geografisch oft Mittelamerika zugerechnet. |
| 5 | Lago de Atitlán | 130 | Guatemala | Bekannter und tiefer Kratersee. |
| 6 | Enriquillo-See | ca. 375 | Dominikanische Republik | Größter See der Karibik (Inselwelt); ein Salzwassersee unter dem Meeresspiegel. |
| 7 | Gatúnsee | 425 | Panama | Künstlicher See, essenziell für den Betrieb des Panama-Kanals. |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Fluss | Länge (km) | Länder | Mündung | Anmerkung |
| 1 | Río Usumacinta | 1100 | Mexiko, Guatemala | Golf von Mexiko | Längster Fluss der Region, bekannt für Maya-Ruinen. |
| 2 | Río Grijalva (Río Grande de Chiapas) | 921 | Mexiko, Guatemala | Golf von Mexiko | Bedeutender Fluss in Südmexiko. |
| 3 | Río Coco (Río Segovia) | 750 | Nicaragua, Honduras | Karibisches Meer | Längster Fluss in Zentralamerika (engerer Definition); bildet einen Großteil der Grenze. |
| 4 | Río Grande de Santiago | 440 | Mexiko | Pazifischer Ozean | Längster Fluss zum Pazifischen Ozean in Mittelamerika. |
| 5 | Río Lempa | 422 | El Salvador, Honduras, Guatemala | Pazifischer Ozean | Der wichtigste Fluss El Salvadors. |
| 6 | Río Cauto | 370 | Kuba | Karibisches Meer | Längster Fluss der gesamten Karibik-Inselwelt. |
| 7 | Río Motagua | 360 | Guatemala | Karibisches Meer | Wichtigster Fluss Guatemalas, bildet teilweise die Grenze zu Honduras. |
| 8 | Río Chucunaque | 231 | Panama | Golf von San Miguel | Der längste Fluss Panamas. |
| 9 | Río San Juan | 192 | Nicaragua, Costa Rica | Karibisches Meer | Verbindet den Nicaraguasee mit der Karibik. |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Stadt | Kernstadt (Einwohner) | Land | Anmerkung |
| 1 | Havanna | ca. 2,13 Millionen | Kuba | Größte Kernstadt in der Karibik. |
| 2 | Guatemala-Stadt | ca. 1,69 Millionen | Guatemala | Verwaltungszentrum und größte Kernstadt der mittelamerikanischen Landbrücke. |
| 3 | Santo Domingo | ca. 1,51 Millionen | Dominikanische Republik | Hauptstadt der Dominikanischen Republik. |
| 4 | Managua | ca. 1,07 Millionen | Nicaragua | Hauptstadt und größte Stadt Nicaraguas. |
| 5 | San Salvador | ca. 0,69 Millionen | El Salvador | Wichtiges urbanes Zentrum El Salvadors. |
| 6 | Tegucigalpa | ca. 0,60 Millionen | Honduras | Offizielle Hauptstadt von Honduras. |
| 7 | San Juan | ca. 0,43 Millionen | Puerto Rico (USA) | Die Kernstadt ist kleiner als ihr Ballungsraum. |
| 8 | Port-au-Prince | ca. 0,40 Millionen | Haiti | Offizielle Kernstadt, obwohl der Ballungsraum viel größer ist. |
| 9 | Panama-Stadt | ca. 0,39 Millionen | Panama | Wichtiges Finanz- und Handelszentrum. |
| 10 | San José | ca. 0,34 Millionen | Costa Rica | Politische und kulturelle Hauptstadt Costa Ricas. |
Nordamerika
Nordamerika ist nach Asien und Afrika der drittgrößte Kontinent der Erde. Er umfasst eine Fläche von rund 24 Millionen Quadratkilometern. Der Kontinent erstreckt sich von der Arktis im Norden bis zu den Tropen im Süden. Geografisch wird Nordamerika häufig in Kanada, die USA, Mexiko, Grönland und die mittelamerikanischen Staaten unterteilt. Auch die Inselstaaten der Karibik gehören politisch und kulturell zu Nordamerika. Nordamerika ist von drei Ozeanen umgeben: dem Atlantik, dem Pazifik und dem Arktischen Ozean. Die Küstenlinien sind stark gegliedert und umfassen zahlreiche Buchten, Halbinseln und Inselgruppen. Bedeutende Gebirgsketten wie die Rocky Mountains prägen den Westen des Kontinents. Im Osten dominieren der Appalachen-Gebirgszug und weitläufige Küstenebenen. Dazwischen liegen riesige Prärien und Steppenlandschaften. Nordamerika beherbergt einige der größten Süßwassersysteme der Welt. Dazu zählen die Großen Seen, die zu den größten Binnengewässern des Planeten gehören. Die Kontinentalplatte Nordamerikas ist geologisch äußerst aktiv. Vulkanismus und häufige Erdbeben treten vor allem entlang der pazifischen Küste auf. Der berühmte „Pazifische Feuerring“ verläuft dort entlang. Die Flora und Fauna des Kontinents ist außerordentlich vielfältig. Nordamerika besitzt ausgedehnte Wälder, Tundrenzonen, Wüstengebiete und tropische Regenwälder. Viele Tierarten wie Bisons, Grizzlys und Pumas sind weltweit bekannt. Die kulturelle Entwicklung Nordamerikas wurde stark durch indigene Völker geprägt. Später beeinflussten europäische Kolonialmächte die Geschichte nachhaltig. Heute zählt Nordamerika zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen der Erde. Die USA und Kanada gehören zu den technologisch führenden Industrienationen. Mexiko verbindet hingegen Elemente eines Schwellenlandes mit industriellem Wachstum. Nordamerika gilt als einer der dynamischsten Kontinente mit großer globaler Ausstrahlungskraft.
Alle Länder
| Land | Hauptstadt | Amtssprache(n) | Anmerkung |
| Kanada | Ottawa | Englisch, Französisch | Zweitgrößtes Land der Welt nach Fläche. |
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) | Washington, D.C. | Englisch (de facto) | Das größte Land in dieser Definition. |
| Mexiko | Mexiko-Stadt | Spanisch | Gehört geografisch zu Nordamerika, aber kulturell zu Lateinamerika. |
Geologische Beschaffenheit
Nordamerika ruht auf der Nordamerikanischen Platte, die sich weit in den Atlantik und Pazifik erstreckt. Der Westen des Kontinents wird von tektonischen Spannungen geprägt, die zu Erdbeben und Vulkanismus führen. Die Rocky Mountains entstanden durch Hebungsprozesse und Kollisionen mit pazifischen Mikroplatten. Im Osten hingegen sind die Appalachen ein sehr altes, stark erodiertes Gebirge. Die Zentralregion Nordamerikas ist durch die flachen Ebenen der Great Plains gekennzeichnet. Große Flusssysteme wie Mississippi und Missouri haben über Jahrmillionen riesige Sedimentbecken geformt. Der Norden wird durch die eiszeitlich geprägten Schildregionen des Kanadischen Schildes bestimmt. Diese geologische Vielfalt macht Nordamerika zu einem Kontinent mit stark unterschiedlichen Landschaftsformen.
Klima
Nordamerika umfasst nahezu alle globalen Klimazonen. Der hohe Norden Grönlands und Kanadas ist von arktischem und subarktischem Klima geprägt. Die USA besitzen gemäßigte und kontinentale Klimabereiche mit heißen Sommern und kalten Wintern. Mexiko weist sowohl tropische als auch subtropische Klimazonen auf. Entlang der Pazifikküste sorgen maritime Einflüsse für milde Temperaturen. Im Landesinneren dominieren dagegen extreme jahreszeitliche Schwankungen. Der Südosten Nordamerikas ist anfällig für Hurrikane, die vom Atlantik heranziehen. Die Westküste ist bekannt für Trockenperioden und gelegentliche Waldbrände.
Bevölkerung
In Nordamerika leben heute weit über 500 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsverteilung ist stark ungleich, da große Teile Kanadas und Alaskas nur dünn besiedelt sind. Der Großteil der Einwohner konzentriert sich in den USA und Mexiko. Ballungsräume wie New York, Los Angeles, Toronto oder Mexiko-Stadt prägen das urbane Bild. Die Geburtenrate variiert stark zwischen den einzelnen Ländern. Migration spielt eine bedeutende Rolle für das Bevölkerungswachstum, vor allem in den USA und Kanada. In der Karibik leben zahlreiche kleinere Inselstaaten mit dichter Besiedlung. Insgesamt zeigt Nordamerika eine Mischung aus jungen und alternden Bevölkerungsstrukturen.
Ethnische Vielfalt
Nordamerika zählt zu den ethnisch vielfältigsten Regionen der Welt. Indigene Völker wie First Nations, Inuit und zahlreiche indianische Stämme prägen die ursprüngliche kulturelle Basis. Die europäische Kolonisation brachte Menschen aus Großbritannien, Frankreich, Spanien und später ganz Europa auf den Kontinent. Durch den transatlantischen Sklavenhandel kamen viele Menschen afrikanischer Herkunft in die USA und die Karibik. Seit dem 20. Jahrhundert hat sich die Migration aus Lateinamerika und Asien stark verstärkt. In vielen Metropolen leben heute multikulturelle Gemeinschaften Tür an Tür. Kanada gilt als eines der führenden Einwanderungsländer mit offizieller Multikulturalitätspolitik. Insgesamt ist die ethnische Vielfalt ein zentrales Merkmal der nordamerikanischen Identität.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang (Kontinent) | Berg | Höhe (Meter) | Land | Gebirgskette |
| 1 | Denali (Mount McKinley) | 6190 m | USA | Alaska Range |
| 2 | Mount Logan | 5959 m | Kanada | Saint Elias Mountains |
| 3 | Pico de Orizaba (Citlaltépetl) | 5636 m | Mexiko | Sierra Volcánica Transversal |
| 4 | Mount Saint Elias | 5489 m | USA / Kanada | Saint Elias Mountains |
| 5 | Mount Foraker | 5304 m | USA | Alaska Range |
| 6 | Mount Lucania | 5226 m | Kanada | Saint Elias Mountains |
| 7 | Iztaccíhuatl | 5220 m | Mexiko | Sierra Nevada (Mexiko) |
| 8 | Mount King | 5173 m | Kanada | Saint Elias Mountains |
| 9 | Mount Steele | 5073 m | Kanada | Saint Elias Mountains |
| 10 | Mount Bona | 5044 m | USA | Saint Elias Mountains |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (km²) | Land/Länder | Typ |
| 1 | Oberer See (Lake Superior) | 82 100 km2 | Kanada / USA | Großer See, Süßwasser |
| 2 | Huronsee (Lake Huron) | 59 600 km2 | Kanada / USA | Großer See, Süßwasser |
| 3 | Michigansee (Lake Michigan) | 57 800 km2 | USA | Großer See, Süßwasser |
| 4 | Großer Bärensee (Great Bear Lake) | 31 328 km2 | Kanada | Süßwasser |
| 5 | Großer Sklavensee (Great Slave Lake) | 28 568 km2 | Kanada | Süßwasser |
| 6 | Eriesee (Lake Erie) | 25 700 km2 | Kanada / USA | Großer See, Süßwasser |
| 7 | Winnipegsee (Lake Winnipeg) | 24 387 km2 | Kanada | Süßwasser |
| 8 | Ontariosee (Lake Ontario) | 18 960 km2 | Kanada / USA | Großer See, Süßwasser |
| 9 | Ladogasee (Lake Ladoga) | 17 700 km2 | Russland | Wird oft zu den zehn größten Seen gezählt, obwohl in Europa |
| 10 | Großer Salzsee (Great Salt Lake) | ca. 4 400 km2 | USA | Salzwasser (Fläche stark schwankend) |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Fluss (Flusssystem) | Länge (ca. in km) | Wichtigste Länder |
| Mississippi-Missouri | 6.051 – 6.275 | USA |
| Mackenzie (mit Peace River) | 4.241 – 4.700 | Kanada |
| Yukon | 3.185 – 3.190 | Kanada, USA (Alaska) |
| Rio Grande | 3.034 – 3.057 | USA, Mexiko (Grenze) |
| Sankt-Lorenz-Strom | 2.900 – 3.058 | Kanada, USA |
| Arkansas | 2.364 – 2.378 | USA |
| Colorado | 2.333 – 2.334 | USA, Mexiko |
| Ohio (mit Allegheny) | 2.108 |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Kernstadt | Land | Geschätzte Einwohnerzahl (ca.) |
| 1. | Mexiko-Stadt | Mexiko | 8,8 – 9,2 Millionen |
| 2. | New York City | USA | 8,4 – 8,8 Millionen |
| 3. | Los Angeles | USA | 3,8 – 3,9 Millionen |
| 4. | Toronto | Kanada | 2,8 – 3,3 Millionen |
| 5. | Chicago | USA | 2,7 – 2,8 Millionen |
| 6. | Houston | USA | 2,3 – 2,4 Millionen |
| 7. | Montreal | Kanada | 1,7 – 1,9 Millionen |
| 8. | Tijuana | Mexiko | 1,8 – 1,9 Millionen |
| 9. | Ecatepec de Morelos | Mexiko | ca. 1,64 Millionen |
| 10. | Phoenix | USA | 1,60 – 1,65 Millionen |
Die größten Metropolregionen (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Metropolregion | Land | Geschätzte Einwohnerzahl (ca.) |
| 1. | Mexiko-Stadt | Mexiko | 21,5 – 22,0 Millionen |
| 2. | New York-Newark-Jersey City | USA | 20,1 – 21,5 Millionen |
| 3. | Los Angeles-Long Beach-Anaheim | USA | 13,2 – 18,7 Millionen |
| 4. | Chicago-Naperville-Elgin | USA | 9,6 – 10,0 Millionen |
| 5. | Dallas-Fort Worth-Arlington | USA | 7,6 – 8,0 Millionen |
| 6. | Houston-The Woodlands-Sugar Land | USA | 7,1 – 7,5 Millionen |
| 7. | Toronto (Greater Toronto Area) | Kanada | 6,2 – 6,7 Millionen |
| 8. | Washington-Arlington-Alexandria | USA | 6,4 – 6,5 Millionen |
Südamerika
Südamerika ist der viertgrößte Kontinent der Erde und umfasst rund 17,8 Millionen Quadratkilometer. Er erstreckt sich von der Karibik im Norden bis zur Südspitze Feuerlands im äußersten Süden. Die landwirtschaftlich und kulturell bedeutende Amazonas-Region nimmt einen großen Teil des Kontinents ein. Politisch besteht Südamerika aus zwölf souveränen Staaten. Zu den bekanntesten gehören Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Peru und Chile. Der Kontinent ist von den Ozeanen Atlantik und Pazifik umgeben. Das Landesinnere zeigt eine beeindruckende Vielfalt an Landschaftsformen. Dazu zählen die gewaltigen Anden, die längste Gebirgskette der Welt. Auch die Atacama-Wüste und die patagonischen Ebenen prägen das Bild. Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde und beherbergt ein einzigartiges Ökosystem. Südamerika ist bekannt für seine extreme biologische Vielfalt. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten kommen ausschließlich dort vor. Die indigene Bevölkerung hat eine Geschichte, die bis weit in die Vorzeit zurückreicht. Die Inkakultur ist dabei besonders bedeutend und hat Spuren in Architektur und Traditionen hinterlassen. Im 16. Jahrhundert begann die europäische Kolonisation durch Spanien und Portugal. Diese Kolonialzeit beeinflusst bis heute Sprache, Religion und Kultur. Die wirtschaftliche Entwicklung Südamerikas verläuft regional sehr unterschiedlich. Länder wie Chile oder Uruguay haben vergleichsweise stabile ökonomische Strukturen. Andere Staaten befinden sich dagegen regelmäßig in wirtschaftlichen Umbrüchen. Großstädte wie São Paulo, Buenos Aires und Bogotá gehören zu den wichtigsten urbanen Zentren des Kontinents. Der Kontinent spielt eine zentrale Rolle für den globalen Biodiversitätsschutz. Zudem wirkt Südamerika kulturell stark auf Musik, Tanz und kulinarische Traditionen weltweit. Insgesamt ist Südamerika ein Kontinent mit beeindruckenden natürlichen Ressourcen, vielfältigen Kulturen und einer dynamischen Geschichte.
Alle Länder
| Land | Hauptstadt | Amtssprachen |
| Argentinien | Buenos Aires | Spanisch |
| Bolivien | Sucre (offiziell), La Paz (Regierungssitz) | Spanisch, Quechua, Aymara u.a. |
| Brasilien | Brasília | Portugiesisch |
| Chile | Santiago de Chile | Spanisch |
| Ecuador | Quito | Spanisch, Quichua |
| Guyana | Georgetown | Englisch |
| Kolumbien | Bogotá | Spanisch |
| Paraguay | Asunción | Spanisch, Guaraní |
| Peru | Lima | Spanisch, Quechua, Aymara |
| Suriname | Paramaribo | Niederländisch |
| Uruguay | Montevideo | Spanisch |
| Venezuela | Caracas | Spanisch |
| Französisch-Guayana (Überseedépartement) | Cayenne | Französisch |
Geologische Beschaffenheit
Südamerika liegt auf der Südamerikanischen Platte, die an ihrer Westseite mit der Nazca-Platte kollidiert. Diese Kollision führte zur Entstehung der Anden, die sich wie ein mächtiger Rückgratwall über den Kontinent ziehen. Der Westen ist deshalb stark von Vulkanismus und Erdbeben geprägt. Der Osten Südamerikas besteht dagegen aus alten, weitgehend stabilen Schild- und Kratonregionen. Große Sedimentbecken wie das Amazonasbecken entstanden durch Jahrmillionen lange Ablagerungen. Der Südkegel Südamerikas weist eine vielfältige geologische Struktur mit Gletschern, Fjorden und Bergmassiven auf. Auch die Karstlandschaften und Tafelberge im Norden gehören zu den geologisch markanten Formen. Insgesamt zeigt Südamerika eine große geologische Vielfalt, die direkt mit der Plattentektonik verknüpft ist.
Klima
Südamerika umfasst Klimazonen von tropisch bis subpolar. Der Amazonasraum ist das größte tropische Regenwaldgebiet der Erde. Im Norden herrschen feucht-heiße Bedingungen mit häufigen Niederschlägen. Die Anden dagegen erzeugen starke klimatische Kontraste zwischen den Höhenlagen. Die Atacama in Chile gilt als einer der trockensten Orte der Welt. Südbrasilien, Uruguay und Teile Argentiniens besitzen ein subtropisches bis gemäßigtes Klima. Im äußersten Süden, etwa in Patagonien und Feuerland, herrscht ein kühles, windreiches Klima. Die klimatische Vielfalt spiegelt die enorme Nord-Süd-Ausdehnung des Kontinents wider.
Bevölkerung
In Südamerika leben heute rund 440 Millionen Menschen. Die Bevölkerungsdichte variiert stark zwischen dicht bewohnten Küstengebieten und dünn besiedelten Binnenregionen. Brasilien ist das bevölkerungsreichste Land des Kontinents. Großstädte wie São Paulo, Buenos Aires und Rio de Janeiro bilden bedeutende Ballungszentren. Viele Menschen leben in urbanen Regionen, während der ländliche Raum in Teilen kaum erschlossen ist. Migration innerhalb der Staaten spielt eine große Rolle bei der Bevölkerungsentwicklung. Viele Länder weisen eine relativ junge Bevölkerungsstruktur auf. Insgesamt prägt ein dynamisches Wachstum die demografische Entwicklung Südamerikas.
Ethnische Vielfalt
Die ethnische Vielfalt Südamerikas ist das Ergebnis indigener Kulturen, europäischer Kolonisation und weltweiter Migration. Bedeutende indigene Gruppen wie Quechua, Aymara, Mapuche oder Yanomami leben bis heute in vielen Regionen. Europäische Einflüsse stammen vor allem von Spaniern und Portugiesen. Afrikanische Bevölkerungsteile gelangten während der Kolonialzeit durch den Sklavenhandel auf den Kontinent. Einwanderung aus Asien – insbesondere aus Japan, China und dem Libanon – bereichert seit dem 19. Jahrhundert das kulturelle Mosaik. In vielen Ländern entstanden große Mestizen-Bevölkerungen mit gemischten Wurzeln. Brasilien gilt als eines der ethnisch vielfältigsten Länder der Erde. Insgesamt zeichnet sich Südamerika durch eine tiefe kulturelle und ethnische Durchmischung aus.
Topografische Merkmale
Die höchsten Berge
| Rang | Berg | Höhe (m) | Land / Lage | Anmerkungen |
| 1. | Aconcagua | 6.961 – 6.962 | Argentinien | Höchster Berg Amerikas und außerhalb Asiens (Seven Summits). |
| 2. | Nevado Ojos del Salado | 6.893 | Argentinien / Chile | Höchster aktiver Vulkan der Erde und zweithöchster Berg Südamerikas. |
| 3. | Monte Pissis | 6.795 | Argentinien | Vulkan. |
| 4. | Nevado Huascarán (Sur) | 6.768 | Peru | Höchster Berg Perus. |
| 5. | Cerro Bonete Chico | 6.759 | Argentinien | |
| 6. | Tres Cruces Sur | 6.749 | Argentinien / Chile | Vulkan-Massiv. |
| 7. | Llullaillaco | 6.739 | Argentinien / Chile | Zweithöchster aktiver Vulkan der Erde. |
| 8. | Mercedario | 6.700 – 6.770 | Argentinien | |
| 9. | Nevado Yerupajá | 6.635 | Peru | Zweithöchster Berg Perus. |
| 10. | Nevado Sajama | 6.542 | Bolivien | Höchster Berg Boliviens. |
Die größten Seen (nach Fläche)
| Rang | See | Fläche (ca. in km²) | Länder | Anmerkungen |
| 1. | Titicacasee | 8.372 – 8.562 | Peru, Bolivien | Der größte Süßwassersee Südamerikas. Er ist auch der höchste schiffbare See der Welt. |
| 2. | Lago General Carrera / Lago Buenos Aires | 1.850 | Chile, Argentinien | Größter See Patagoniens; liegt je zur Hälfte in beiden Ländern. |
| 3. | Lago Argentino | 1.490 | Argentinien | Gelegen im Nationalpark Los Glaciares; wird vom Perito-Moreno-Gletscher gespeist. |
| 4. | Lago Viedma | 1.085 – 1.550 | Argentinien | Ebenfalls ein großer Gletschersee Patagoniens. |
| 5. | Lago Mar Chiquita (Ansenuza) | Bis zu 6.000 (variabel) | Argentinien | Großer, salzhaltiger Binnensee. Die Fläche schwankt stark. |
| 6. | Lago Llanquihue | 870 | Chile | Zweitgrößter See Chiles, am Fuße des Vulkans Osorno. |
Die längsten Flüsse (nach km)
| Rang | Fluss (Flusssystem) | Länge (ca. in km) | Wichtigste Länder |
| 1. | Amazonas | 6.400 – 7.062 | Brasilien, Peru, Kolumbien u.a. |
| 2. | Paraná (mit Rio de la Plata) | 3.998 – 4.880 | Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay |
| 3. | Madeira (Nebenfluss des Amazonas) | 3.250 – 3.380 | Brasilien, Bolivien |
| 4. | Purus (Nebenfluss des Amazonas) | 3.211 – 3.379 | Brasilien, Peru |
| 5. | São Francisco | 3.160 – 3.199 | Brasilien |
| 6. | Tocantins | 2.640 – 2.850 | Brasilien |
| 7. | Paraguay (Nebenfluss des Paraná) | 2.549 – 2.621 | Brasilien, Paraguay, Argentinien |
Die größten Städte (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Stadt | Land | Geschätzte Einwohnerzahl (Kernstadt, ca.) |
| 1. | São Paulo | Brasilien | 12,3 – 12,4 Millionen |
| 2. | Lima | Peru | 10,8 – 11,1 Millionen |
| 3. | Bogotá | Kolumbien | 7,7 – 7,9 Millionen |
| 4. | Rio de Janeiro | Brasilien | 6,7 – 6,8 Millionen |
| 5. | Santiago de Chile | Chile | 6,3 – 6,9 Millionen |
| 6. | Caracas | Venezuela | 2,9 – 3,2 Millionen |
| 7. | Salvador | Brasilien | 2,4 – 2,9 Millionen |
| 8. | Brasília | Brasilien | 2,8 – 2,9 Millionen |
| 9. | Medellín | Kolumbien | 2,6 – 2,7 Millionen |
| 10. | Buenos Aires | Argentinien | 2,8 – 3,1 Millionen |
Die größten Metropolregionen (nach Einwohnerzahl)
| Rang | Metropolregion | Land | Geschätzte Einwohnerzahl (ca.) |
| 1. | São Paulo | Brasilien | 22,0 – 22,5 Millionen |
| 2. | Buenos Aires | Argentinien | 15,5 – 16,5 Millionen |
| 3. | Rio de Janeiro | Brasilien | 13,5 – 14,0 Millionen |
| 4. | Bogotá | Kolumbien | 11,0 – 11,5 Millionen |
| 5. | Lima | Peru | 10,8 – 11,1 Millionen |
| 6. | Santiago de Chile | Chile | 7,5 – 8,0 Millionen |
| 7. | Belo Horizonte | Brasilien | 6,0 – 6,5 Millionen |
| 8. | Porto Alegre | Brasilien | 4,2 – 4,5 Millionen |
| 9. | Recife | Brasilien | 4,1 – 4,3 Millionen |
| 10. | Curitiba | Brasilien | 3,7 – 4,0 Millionen |
Abschlussbetrachtung
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die sieben Kontinente eine enorme Bandbreite an geografischer Vielfalt bieten, von Asiens höchsten Gipfeln bis zu den unberührten Eismassen der Antarktis. Jeder Kontinent besitzt einzigartige Ökosysteme, kulturelle Identitäten und historisch gewachsene geopolitische Strukturen. Das Verständnis dieser globalen Verteilung von Landmassen, Bevölkerung und Ressourcen ist entscheidend für die Analyse weltweiter Zusammenhänge. Trotz aller Unterschiede sind die Kontinente durch globale Herausforderungen wie den Klimawandel und wirtschaftliche Verflechtungen untrennbar miteinander verbunden. Daher erfordert die Zukunft eine verstärkte interkontinentale Zusammenarbeit zum Erhalt unseres Planeten.






